Antritt gesichert: Stronach holt dritten Mandatar an Bord

Der "wilde" Abgeordnete Robert Lugar wechselt zur Stronach-Partei. Der Milliardär hat damit genug Stimmen für die Kandidatur bei der Nationalratswahl.

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Robert Lugar, Frank Stronach – (c) APA (Montage DiePresse.com)

Frank Stronach bleibt das Sammeln von 2600 Unterstützungserklärungen in der Bevölkerung für die Kandidatur bei der Nationalratswahl 2013 erspart: Der Milliardär hat drei Abgeordnete beisammen, die ihn unterstützen. "Ich bin der dritte im Bunde", sagte der "wilde" Ex-BZÖ-Abgeordnete Robert Lugar am Donnerstag.

Zuvor hatten bereits der ebenfalls "wilde" Ex-BZÖ-Abgordnete Erich Tadler und der Ex-SPÖ-Mandatar Gerhard Köfer dem Milliardär ihre Mitarbeit zugesagt.

Lugar will in der Partei eine "tragende Rolle" spielen. Welche das sein wird, ließ er aber offen. Seine Entscheidung für Stronach begründete er damit, dass das Parteiprogramm jetzt in groben Zügen vorliege und er seine Zustimmung geben könne. Zu den Inhalten wollte Lugar nichts sagen, diese sollen erst bei der Parteigründung rund um den 24. September präsentiert werden.

Team Stronach: Die Mitstreiter des Milliardärs

Stronach weist Vorwurf des Politikerkaufs zurück

Stronach hat am Donnerstag den Vorwurf, er würde sich Politiker "zusammenkaufen", als "absolut haltlos" zurückgewiesen. "Jeder, der sich finanzielle Vorteile aus einer Mitgliedschaft im Team Stronach verspricht, ist bei uns nicht willkommen", erklärte er in einer Aussendung.

Aktive Abgeordnete würden bereits genug Geld vom Steuerzahler erhalten. Für potentielle Kandidaten auf den Nationalratslisten könne es aber sehr wohl eine finanzielle Unterstützung geben, "falls die persönlichen Lebensumstände ansonsten einer Kandidatur im Wege stehen." Keine Partei komme ohne bezahlte Mitarbeiter aus, betonte Stronach.

Lugar bestätigte, dass er kein Geld von dem Austro-Kanadier bekomme. "Ich habe beschlossen in der Politik tätig zu werden, weil ich es für notwendig erachte, Österreich auf einen besseren Weg zu führen. Ich will Österreich dienen und erwarte mir nichts dafür. Das Gleiche erwarte ich auch von all jenen, die mit mir gemeinsam in den Nationalrat einziehen wollen", erklärte der Abgeordnete.

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(APA/Red.)

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