Causa Eurofighter: Ermittlungen in der Steiermark

Eurofighter-Hersteller EADS soll Millionen an das „Projekt Spielberg“ gezahlt haben.

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Spielberg – (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ M. Oberlaender)

Wien/Apa. Bei den Ermittlungen rund um die fragwürdigen Gegengeschäfte in der Causa Eurofighter verfolgt die Staatsanwaltschaft jetzt auch eine Geldspur in die Steiermark: Der Eurofighter-Hersteller EADS soll zehn Millionen Euro an ein „Projekt Spielberg“ gezahlt haben. Dabei ging es um die Neugestaltung des Österreichrings in Spielberg – in unmittelbarer Nähe zum Eurofighter-Flughafen Zeltweg. Nach der Abfangjäger-Entscheidung der schwarz-blauen Regierung wurde bekannt, dass das Projekt ein Eurofighter-Gegengeschäft werden könnte. Doch weder das ursprüngliche Projekt noch das offizielle Gegengeschäft kamen jemals zustande.

Der tatsächliche Hintergrund der Millionenzahlung sei nicht bekannt, sagte Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) am Donnerstag im Parlament. Das Gegengeschäft sei womöglich nie ernsthaft geplant gewesen. Es könnte sich dabei um Schmiergeldzahlungen gehandelt haben – und zwar über ein Firmenkonstrukt um die Londoner Firma Vector Aerospace.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2012)

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