Stronach wünscht sich "gute Frau" als Kanzlerin

Der Magna-Gründer ist überzeugt davon, bei seiner zweiten Nationalratswahl die Mehrheit der Stimmen zu bekommen.

Austro-Canadian businessman and billionaire Stronach talks during the official opening of his 'Team Stronach' political party's parliamentary office in Vienna
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Austro-Canadian businessman and billionaire Stronach talks during the official opening of his 'Team Stronach' political party's parliamentary office in Vienna
REUTERS

Die Nationalratswahl im kommenden Jahr werde viele stimmen bringen, beim zweiten Mal Antreten werde man dann die Mehrheit bekommen, meinte Frank Stronach Freitagabend in Graz. Bei der Eröffnung des Innenstadt-Büros der neu gegründeten Landespartei in seiner Heimat meinte der frühere Magna-Kapitän, der selbst wolle nicht Bundeskanzler werden, am liebsten wäre ihm, wenn sich für in diese Funktion eine "gute Frau" finden ließe.

Eine Frau führt jetzt schon das "Team Stronach" in der Steiermark: Waltraud Dietrich, bis 2006 FPÖ-Klubobfrau im Landtag, wurde zur Obfrau gewählt, als ihre Stellvertreter fungieren der frühere WKO-Funktionär Bernd Nachbaur - dessen Tochter Kathrin als Stronachs rechte Hand gilt -, die vormaligen ÖVP-Gemeinderäte Christoph Mosser und Daniel Nauschnegg sowie der Ex-SPÖ-Abg. Christian Faul. Ob man bei der Landtagswahl 2015 antreten werde, wird von Dietrich noch nicht beantwortet: "Ich sehe das wie ein Bergsteiger. Zuerst geht es um den ersten Gipfel, und der heißt Nationalratswahl, dann entscheide ich, ob ich den nächsten angehe." Stronach sagte jedenfalls Unterstützung zu: "Wenn sie wollen, werde ich das unterstützen."

In der als Rede vor etwa 100 Sympathisanten und einigen Medienvertretern wiederholte Stronach seine politischen Eckpunkte, die bis März in ein Programm gegossen werden sollen. Gefordert sei ein "ausbalanciertes Budget", ein "zivilisierter Verwaltungsabbau", die Vereinfachung der Steuergesetze. Natürlich kam der Austro-Kanadier auch auf die Causa Prima, die Eurofighter-Kompensationsgeschäfte, zu sprechen: Er habe damit nichts zu tun, habe nie verhandelt, wolle mit Rüstungskonzernen nichts zu tun haben und würde ein Untersuchung begrüßen: "Ich war immer im Glashaus und habe kein Problem damit". Und, nach einigen Anekdoten und Erinnerungen an seine harte Jugend: "Viele fragen mich, warum ich mir das antue: Ich arbeite noch mehr und rund um die Uhr, muss dafür zahlen und werde auch noch beschimpft."

(APA)

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