Whistleblower: Justiz startet Pilotprojekt

Das deutsche Bundesland Niedersachsen soll als Vorbild für die heimische Regelung dienen. Im Gegensatz zu einer anonymen Anzeige sollen die Behörden bei Whistleblowern auch Rückfragen stellen können.

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Whistleblower: Justiz startet Pilotprojekt – (c) Erwin Wodicka wodicka aon at

Wien/Aich. Im kommenden Jahr soll bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ein Pilotprojekt zu einer Whistleblower-Regelung starten. Das erklärte Justizministerin Beatrix Karl im ORF. Das Justizministerium will sich am Modell des deutschen Bundeslands Niedersachsen orientieren, wie man gegenüber der „Presse“ betont. Dieses läuft seit dem Jahr 2003, bisher gab es dort insgesamt 2600 Hinweisgeber.

Im Gegensatz zu einer anonymen Anzeige sollen die Behörden bei Whistleblowern auch Rückfragen stellen können. Damit will man verhindern, dass der Vernaderung Tür und Tor geöffnet wird. Die Identität der Whistleblower bleibt aber geschützt. Zudem wolle man den Modellversuch bewusst auf Delikte des Korruptions- und Wirtschaftsstrafrechts beschränken, betont das Justizministerium.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.12.2012)

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