Neu im Kino: "Profiheer"-Spots bewusst direkt vor Actionfilmen

Das SPÖ-Komitee startet nächste Woche eine neue Kampagne. Im TV und Kino werden Pro-Berufsheer-Filme gezeigt.

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Symbolbild – (c) APA HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Wien/Ib. Während Veit Sorger an einer Reform des Grundwehrdienstes tüftelt, versucht sein Konkurrent vom Pro-Berufsheer-Komitee „Unser Heer“, Hannes Androsch (SPÖ), die Bevölkerung von einem Profiheer zu überzeugen. Dafür ließ er eigene Werbespots drehen – für das Radio, das Fernsehen und für das Kino. Wer sich zwischen 21.Dezember und 17.Jänner also einen Actionfilm à la „James Bond“ im Kino ansehen will, wird wohl auch den Berufsheer-Spot sehen. Denn diese Filmsparte wurde eigens dafür ausgesucht. Von Kinderfilmen etwa wurde hingegen Abstand genommen.

Gedreht wurden vier verschiedene Spots: Die zwei Hauptdarsteller, ein junges Paar, sitzen zu Beginn (in Unterwäsche) in der Küche beim Frühstück, küssen sich – und kritisieren die Zwangsverpflichtung durch die allgemeine Wehrpflicht. Dann Szenenwechsel: Sie, die Pilotin, sitzt uniformiert im Helikopter. Und versichert den Zusehern: „Ich bin Profi.“

Der zweite Spot ist schon etwas verwirrender: Die gleiche Einstiegsszene, nur diesmal geht es um den Mann. „In Katastrophenfällen habe ich schon hunderten Menschen geholfen“, hört man. „Ich bin Profi, und darauf können Sie sich verlassen.“ Das Problem: Er sagt es nicht etwa bewaffnet im Tarnanzug oder als Helfer in Rettungsuniform – sondern als Koch verkleidet vor einem Backblech. Was das mit dem Katastrophenschutz zu tun haben soll, das bleibt der Werbespot schuldig.

 

Briefwahl bereits gestartet

Ab 24.Dezember sind die Werbefilme auch auf den österreichischen Privatsendern zu sehen. So will man die wenigen Wochen bis hin zur Volksbefragung am 20.Jänner2013 nutzen. Die ersten Österreicher können in den nächsten Tagen bereits ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Denn die Gemeinden haben mit dem Versand der Stimmkarten schon begonnen. Spätestens am Abstimmungstag muss die Stimmkarte bei der zuständigen Bezirkswahlbehörde eingelangt sein. Denn die achttägige Nachfrist wurde gestrichen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2012)

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