Eurofighter-Affäre: EADS schickt Beauftragten nach Wien

Ein "Vorstandsbeaufragter" des Jet-Herstellers soll als Ansprechpartner für die österreichische Regierung dienen.

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Eurofighter – APA

In der Causa Eurofighter gibt sich Jet-Hersteller EADS kooperationswillig und schickt Anfang kommenden Jahres einen "Vorstandsbeaufragten" nach Wien. Das berichtet die "Wiener Zeitung" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf einen Sprecher des Rüstungskonzerns.

Die betreffende Person solle als Ansprechpartner für die österreichische Regierung dienen und häufig in Wien sein. Derzeit prüfe man, ob ein eigenes Büro angemietet wird. Ein Name wurde nicht genannt.

Dem Bericht zufolge reagiert EADS damit auf einen Brief von VP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, in dem dieser den Konzern aufgefordert hat, einen Beitrag zu leisten, die Verdächtigungen in der Öffentlichkeit aufzuklären.

Ermittler in Italien, Deutschland und Österreich sind derzeit einem dubiosen Firmennetzwerk im Dunstkreis von EADS auf der Spur, über das heimische Politiker, Beamte und Betriebe bestochen worden sein sollen. Auf Umwegen über halb Europa könnten bis zu 180 Millionen Euro geflossen sein, so der Vorwurf.

Causa Eurofighter: Eine Affäre ohne Ende

(APA/Red.)

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