Stronach tritt als Spitzenkandidat in Niederösterreich an

Der Milliardär steht an der Spitze seiner Landespartei - will aber nicht in den Landtag einziehen. In Niederösterreich herrsche der „ganzen Malversationen“ wegen der „dringendste Handlungsbedarf“.

Stronach tritt Spitzenkandidat Niederoesterreich
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Stronach tritt Spitzenkandidat Niederoesterreich
(c) REUTERS (HEINZ PETER BADER)

Wien/Gr. Frank Stronach wird bei der niederösterreichischen Landtagswahl am 3. März 2013 als Spitzenkandidat seiner Partei antreten – allerdings ohne die Absicht, in den Landtag einzuziehen. Diese Pläne, die der Milliardär am Wochenende in „Krone“ und „Österreich“ publik gemacht hatte, bestätigte das Team Stronach am Sonntag in einer Aussendung. In Niederösterreich herrsche der „ganzen Malversationen“ wegen der „dringendste Handlungsbedarf“.

Fix im blau-gelben Team Stronach ist demnach Ernest Gabmann jun., Sohn des langjährigen und gleichnamigen VP-Landeshauptmannstellvertreters. Ob Karin Prokop, Stronachs Landesparteichefin und Tochter der verstorbenen Innenministerin Liese Prokop, antreten wird, stehe noch nicht fest. Vizeparteichef Robert Lugar: „Es hat zuletzt sehr viele Anfeindungen aus den Reihen der ÖVP gegen Karin gegeben. Wir wollen sie etwas aus der Schusslinie nehmen.“

Bei seiner Kandidatur dürfte Stronach das niederösterreichische Wahlrecht, das große Namen bevorzugt, sehr zupasskommen: Hier schlägt ein Name auf dem Wahlzettel die angekreuzte Partei. Kreuzt ein Wähler etwa die ÖVP an, schreibt für seine Vorzugsstimme aber „Stronach“, wird die Stimme für das Team Stronach gezählt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.12.2012)

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