Gunnar Prokop: „Pröll ist ein guter Freund“

Gunnar Prokop sagt, es habe keinen Druck der ÖVP auf seine Tochter Karin Prokop, die Landeschefin des Teams Stronach in Niederösterreich ist, gegeben. Er selbst sitzt in Stronachs Expertenteam.

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Gunnar Prokop – (c) AP (Hans Punz)

Wien/W.W. Gunnar Prokop, dessen Tochter Karin Landeschefin des Teams Stronach in Niederösterreich ist, räumt im Gespräch mit der „Presse“ mit Gerüchten auf: „Es hat nie einen Druck gegeben, dass meine Tochter bei der Landtagswahl nicht antreten soll. Das ist ein hausgemachter Blödsinn. Das sind offenbar vor Wahlen die üblichen Spielereien, das war ein Geplänkel, da wurde einfach mit unserem Namen herumgespielt.“

Gunnar Prokop betont, dass auch er selbst nie ein Problem damit hatte, dass sich seine Tochter von der ÖVP abgewendet hat. „Erwin Pröll, das weiß jeder, ist ein guter Freund von mir. Wir hatten ein langes, vernünftiges Gespräch – und das war's auch schon.“

Das Team Stronach, so meint Gunnar Prokop, einst mit den Hypo-Handballerinnen achtmaliger Europacupsieger, sei im Übrigen keine Partei, sondern nur eine Bewegung. „Da steckt keine Ideologie dahinter, das ist keine Sache von Inhalten.“ Prokop will allerdings festgehalten wissen, dass er hinter seiner Tochter Karin stehe. „Das ist ja wohl logisch.“

Karin Prokop, so erwähnt der ehemalige Handball-Guru und Leichtathletik-Trainer, habe deshalb die politischen Fronten gewechselt, weil sie von der ÖVP Maria Enzersdorf enttäuscht wurde. „Spindelegger hat ihr versprochen, dass sie Bürgermeisterin wird – und das ist sie nicht geworden. Das war die große Enttäuschung. Aber wir wollen jetzt darüber gar nicht mehr länger diskutieren, ich mag keine Haxlbeißereien.“

Auch Gunnar Prokop selbst pflegt Kontakt zu Frank Stronach. Der ehemalige Austria-Gönner und Präsident der Fußball-Bundesliga hat ihn in sein Expertenteam für Sport geholt. „Für Sachfragen“, so Prokop, „bin ich immer zu haben.“  Zu Stronachs Sportexpertenteam zählt übrigens auch Anton Görgl, Vater der Ski-Doppelweltmeisterin Elisabeth.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2013)

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