SPÖ-Brief: "Wehrpflicht abschaffen, sagt die Vernunft"

Parteichef Faymann und Wiens Bürgermeister Häupl werben für das Profiheer-Projekt. Damit werde Terrorschutz und Katastrophenhilfe von jenen geboten, die es gelernt hätten: "Als Profi, nicht als Laie."

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(c) APA HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Die SPÖ ist wieder einmal am Briefe verschicken. Anlass diesmal ist die Bundesheer-Volksbefragung, die Parteichef Werner Faymann und Wiens Bürgermeister Michael Häupl in die Tasten hauen hat lassen. In dem knappen Schreiben unter dem Titel "Wehrpflicht abschaffen, sagt die Vernunft" erklären die beiden den Wienern den "großen Unterschied" zwischen Wehrpflicht und dem roten Profiheer-Projekt: "Das neue Modell ist freiwillig, anständig bezahlt und mit einer fundierten Ausbildung verbunden."

Die roten Spitzenpolitiker argumentieren, dass künftig Schutz vor Terror, Hilfe in Katastrophen und Einsatz im Ausland von jenen geboten werde, die es gelernt hätten: "Als Profi, nicht als Laie." Beworben wird gleichzeitig das freiwillige Sozialjahr, hier "Sozialdienst" genannt.

Weiters wird den Wienern erklärt, sie mögen ihr Kreuz im oberen Kreis, also dem für das Berufsheer, machen, wenn sie ein Freiwilligenheer haben wollen: "Mit Ihrer Stimme schaffen Sie mit uns zwei neue Berufe für die Wienerinnen und Wiener", schließen Faymann und Häupl ihren Brief.

Solch ein Schreiben ist auch im Burgenland geplant. Die anderen rot-geführten Bundesländer wollten nicht gemeinsam mit Faymann ans Volk schreiben, was vor allem in Salzburg nicht weiter verwundert. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hatte erst am Samstag angekündigt, sie werde für die Wehrpflicht stimmen.

(APA)

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