Spannung im Finanzskandal: Brenner legt Bericht vor

Wie steht es um Salzburgs Finanzen? Die Spekulationen um die Spekulationen sollen heute ein Ende haben. Der scheidende SP-Finanzlandesrat gibt Auskunft.

Finanzskandal
Schließen
Finanzskandal
Brenner Archivbild – (c) AP

Der mit Spannung erwartete Bericht der Salzburger Finanzabteilung zur Finanzlage des Landes wird heute präsentiert. Am Nachmittag - voraussichtlich um 14 Uhr - wird der scheidende SP-Finanzlandesrat David Brenner die Mitglieder des Finanzüberwachungsausschusses des Salzburger Landtags über den Status quo informieren. Die Präsentation des Berichtes und die folgenden Beratungen im Ausschuss werden in den öffentlich zugänglichen Plenarsaal des Landtages und im Internet übertragen.

Offene Fragen gibt es sechs Wochen nach Bekanntwerden des Finanzskandals genug. Bis dato ist noch unklar, ob unter dem Strich ein finanzieller Schaden für das Land entstanden ist und wie hoch dieser sein könnte. 

Für Mittwoch gibt es die vage Hoffnung auf konkrete Zahlen. In erster Linie geht es dabei darum, ob Mehrbelastungen für den Landeshaushalt drohen und der auf 23. Jänner verschobene Beschluss des Budgets 2013 überhaupt möglich ist.

"Schattendepot" aufgetaucht

Auch Höhe und Wert der veranlagten Gelder im offiziellen "Optimierungsportfolio" des Landes, in den zur Absicherung geschaffenen sogenannten "Reserve-Swaps" und im inoffiziellen "Schattenportfolio" sollen Thema sein. Wie die "Presse" berichtete, bezweifeln Experten aber aufgrund der täglich neu auftauchenden Zahlen, dass eine seriöse Bewertung der Finanzgeschäfte bereits möglich ist.

"Profil" schrieb etwa am Dienstag von einem "Schattenportfolio" mit einem Volumen von 6,9 Milliarden Euro. Alleine durch die Auflösung von Geschäften zur Zinsabsicherung könnten dabei realisierte Verluste von 123 Millionen Euro eingetreten sein.

Antworten erhofft man sich am Mittwoch auch darüber, wie die Schulden des Landes finanziert wurden - und wie hoch die Verbindlichkeiten bei Banken oder anderen Institutionen konkret sind. In Brenners Bericht sollen alle Geschäfte mit 34 Kreditinstituten aufgelistet sein.

(APA/Red.)

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.