Pressestimmen: ''Der neue Konzertmeister im 'Dritten Lager' heißt wohl Stronach''

''Standard'' (Alexandra Föderl-Schmid)'

"In Kärnten ist endgültig die Sonne vom Himmel gefallen. Das System Jörg Haider ist eingestürzt. Standen bei der vergangenen Landtagswahl 2009 noch viele seiner Landsleute im Banne des plötzlichen Todes Haiders, so hat die Aufarbeitung seines Erbes bei vielen zur Erkenntnis geführt: Er hat uns betrogen."

"Gegen Erwin Pröll und die ÖVP ist in Niederösterreich nicht anzukommen - dieses Fazit müssen alle ziehen, die schon mehrfach gegen ihn angetreten sind....Sein Gewicht und damit Einfluss auf Bundesebene wird damit noch zunehmen. Sein Stern überstrahlt vieles, was auch in Niederösterreich im Argen liegt, wie die zweithöchste Verschuldung zeigt."

''Kurier'' (Helmut Brandstätter)

"Nach dem italienischen Wahlergebnis hatten auch in Österreich die einen erhofft und andere befürchtet, dass die Landtagswahlen einen großen Proteststurm bringen würden. Aber ganz im Gegenteil: Sowohl Niederösterreich als auch Kärnten haben Stabilität gewählt."

Der große Wahlverlierer ist die FPÖ. Wer bis vor Kurzem an ein Duell zwischen Bundeskanzler Faymann und FPÖ-Chef Strache vor der Nationalratswahl geglaubt hat, weiß heute: Es wird ein Duell Strache gegen Stronach geben - um den 3. Platz."

''Kronen Zeitung'' (Claus Pandi)

"Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger werden nach dem Wählervotum am Sonntag wohl aufatmen. Denn die Wahlergebnisse zeigen einen klaren Trend in Richtung Fortsetzung der großen Koalition."

"Frank Stronach hat bei seinem ersten Testlauf gezeigt, dass er zwar auf der politischen Bühne steht, aber noch nicht bei den ganz Großen mitspielt. Sein junges Team wird noch einiges mehr zeigen müssen, um zu einem echten Faktor auf der Bundesebene zu werden."

''Vorarlberger Nachrichten'' (Johannes Huber)

"Die Freiheitlichen haben ihre Hochburg Kärnten verloren. Und zwar nachhaltig: FPÖ-Chef Heinz Christian Strache kann nicht davon ausgehen, dass die Wähler die Machenschaften der Haider-Nachfolger bis zur Nationalratswahl im September vergessen haben; zumal Ermittlungen in zahlreichen Fällen noch laufen, wird eher das Gegenteil der Fall sein."

''Tiroler Tageszeitung'' (Alois Vahrner)

"Während andere schwarze Hochburgen wie Tirol, Bayern, Salzburg (und möglicherweise heuer auch Südtirol) kräftig Federn lassen mussten, regiert Pröll weiter mit absoluter Mehrheit. Sein ohnehin nicht schwach ausgebildetes Selbstbewusstsein wird gestern nicht gelitten haben. Im Gegenteil: Die Bundes-ÖVP, die sich gestern nach der Heeres-Befragung (das Minus in Kärnten fiel glimpflicher aus als befürchtet) erneut über gute Ergebnisse freuen durfte, muss sich auf noch massivere Vorgaben aus St. Pölten einstellen."

''Wiener Zeitung'' (Reinhard Göweil)

"Der neue Konzertmeister im 'Dritten Lager' heißt wohl Frank Stronach. Wenn er es bis Herbst durchhält, und danach schaut es aus, kann er mit dem Einzug in den Nationalrat rechnen. Mit der freiheitlichen Herrlichkeit ist es damit vorbei, und beim BZÖ geht es um die nackte Existenz."
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