Keine Kandidatur: Graf ist "sehr befreit"

Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf will nicht zum "Wahlkampfthema anderer Parteien" werden.

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Martin Graf – (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Wien/Apa. Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) ist überzeugt, mit seinem Verzicht auf eine Wiederkandidatur für sein derzeitiges Amt die „richtige Entscheidung, sowohl für mich als auch für die Partei“ getroffen zu haben. „Man ist auch sehr befreit“, meint er zur APA. Dass er nicht mehr kandidieren wolle, habe er FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache von Paraguay aus per SMS mitgeteilt.

Graf sagt, er wolle vermeiden, dass seine Person Wahlkampfthema anderer Parteien werde. So hätten Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) erklärt, Graf in der künftigen Regierungsperiode nicht ins Präsidium wählen zu wollen. „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung, damit sich der Kanzler und sein Vize wieder voll ihren Amtsgeschäften widmen können“, meint Graf. Denn: „Ich bin sicher wichtig für diese Republik, aber Österreich hat wichtigere Themen abzuarbeiten.“ Für die FPÖ hofft Graf, dass diese nach der verlorenen Landtagswahl in Kärnten bald zur Ruhe kommt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.03.2013)

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