Strache: "Islam stellt Weltherrschaftsanspruch"

In seiner Rede vor dem Nationalfeiertag warnt der FP-Chef vor einem "Ausverkauf der Neutralität".

FPOe: REDE 'ERKLAeRUNG ZU OeSTERREICHS NEUTRALITAeT'/ STRACHE
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FPOe: REDE 'ERKLAeRUNG ZU OeSTERREICHS NEUTRALITAeT'/ STRACHE
Heinz-Christian Strache – APA/HANS KLAUS TECHT

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat seine schon traditionelle Rede vor dem Nationalfeiertag diesmal der Neutralität gewidmet. Vor rund 250 geladenen Gästen warnte er am Dienstag im Wiener Palais Auersperg davor, dass sowohl die Souveränität als auch die Neutralität Österreichs "massiv gefährdet" seien.

Strache kritisierte in seiner "Erklärung zur Österreichischen Neutralität" einmal mehr Kurs der Bundesregierung im Ukraine-Konflikt: "Österreich hätte sich als neutrales Land als Vermittler einbringen müssen" - und zwar schon vor der Eskalation der Auseinandersetzungen. Stattdessen habe die Bundesregierung beschlossen, sich den Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland anzuschließen. Das mache das Land als Vermittler unglaubwürdig, die Bundesregierung betreibe einen "Ausverkauf der Neutralität".

Gleichzeitig warnte Strache davor, dass das Land seine Neutralität gar nicht mehr verteidigen werde können, denn Österreich sei dabei, seine Souveränität zu verlieren. Begründet sieht er diese Befürchtungen in den geplanten Einsparungen beim Militär: "Das Bundesheer wird kaputt- und totgespart." Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und die gesamte Regierung würde durch ihr Vorgehen "Verfassungsbruch" begehen. Wenn erst einmal das Heer "kaputtgespart" sei, dann werde die Regierung erklären, Österreich sie nicht mehr verteidigungsfähig, was die Einführung einer Berufsarmee zur Folge hätte - "und dann ist es nicht mehr weit zur Nato", warnte der Parteichef.

"Wien Zentrum des radikalen Islamismus"

Als weitere Gefahren für das Land nannte Strache die "Massenzuwanderung" und radikalislamische Strömungen. Mit Blick auf die Terrormiliz IS sagte Strache, diese "selbst ernannten Gotteskrieger" würden ja auch aus Österreich kommen: "Wien ist nach Sarajevo das Zentrum des radikalen Islamismus." Den "ohnmächtigen Zorn und Hass" gegen die westliche Welt könne man derzeit im TV und auf Youtube verfolgen, so Strache. "Das ist ein grausamer Vorgeschmack, was uns bevorstehen kann, wenn wir nicht endlich gegensteuern und diese Entwicklungen ernst nehmen."

Dem Islam an sich warf Strache vor, einen "Weltherrschaftsanspruch" zu stellen. Die Religion wolle den Frieden, aber erst dann, wenn die gesamte Welt islamisch sei, so Strache. "Aber genau das können und werden wir in Europa nicht akzeptieren", sagte er unter dem Applaus der Anwesenden, bevor die Veranstaltung mit dem Abspielen der Bundeshymne beendet wurde.

(APA)

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