Wiener Grüne: Werner-Lobo tritt aus Partei aus

Ex-Kultursprecher Klaus Werner-Lobo will politisch unabhängig sein. Den ausverhandelten Koalitionspakt von Rot-Grün findet er "im Großen und Ganzen okay".

Archivbild: Klaus Werner-Lobo im Jahr 2010
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Archivbild: Klaus Werner-Lobo im Jahr 2010
Archivbild: Klaus Werner-Lobo im Jahr 2010 – Clemens Fabry / Die Presse

Die Wiener Grünen haben ein prominentes Mitglied weniger. Kultursprecher Klaus Werner-Lobo, der im Vorfeld der Gemeinderatswahl von seiner Partei an unwählbare Stelle gereiht worden war, hat dem Landesbüro via Mail seinen Austritt bekannt gegeben. Darin warnte er die Öko-Partei: Diese könnte weiterhin auf seine Kritik zählen, "wenn ihr politische Ideale dem Machterhalt opfert".

Werner-Lobo bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte und versicherte, dass sein Parteiaustritt - er war fünf Jahre lang Mitglied - nichts mit Unzufriedenheit über den ausverhandelten Koalitionspakt von Rot-Grün zu tun habe. Diesen finde er "im Großen und Ganzen okay" und "sogar besser als jenen vor fünf Jahren". Offen sei, ob es gelinge werde, ihn mit Leben zu füllen.

"Als Autor und politischer Aktivist parteiunabhängig sein"

Vielmehr liege der Hauptgrund für den Parteiaustritt darin, dass Werner-Lobo "als Autor und politischer Aktivist parteiunabhängig sein möchte". In diesem Bereich war er bereits vor dem Einzug in den Gemeinderat 2010 tätig. Er verstehe besser als vorher, wie Parteipolitik funktioniere und halte sie nicht für das "Gelbe vom Ei": "Ich glaube, dass echte politische Veränderungen von sozialen Bewegungen ausgehen und nicht von Parteien."

Derzeit schreibt er an einem Buch über dieses Thema, dass im März 2016 veröffentlicht wird. Es trägt den Titel: "Macht der Empörung. Was tun, wenn wählen nicht mehr reicht?" Es handle sich um eine Handlungsanleitung für zivilgesellschaftliches Engagement, umriss er den Inhalt.

(APA)

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