40 Prozent der Asylberechtigten stellen religiöse Gebote über Gesetze

61 Prozent geben in einer Umfrage im Auftrag des Integrationsministeriums an, religiös zu sein. 90 Prozent sehen Demokratie als die ideale Staatsform an.

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Grenzübergang Spielfeld – Die Presse

Eine aktuelle Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften befasst sich im Auftrag des Integrationsressorts mit der Einstellung von Asylberechtigten zur Religion. 61 Prozent der Befragten geben demnach an, religiös zu sein, 45 Prozent bewerten Religionsgemeinschaften als nicht gleichwertig.

90 Prozent der Befragten stimmen zu, dass Demokratie die ideale Staatsform ist - aber 40 Prozent sind der Meinung, dass religiöse Gebote über staatliche Vorschriften zu stellen seien. Laut der Studie bejahen über 80 Prozent der Befragten den Wert der Gleichberechtigung von Mann und Frau, aber gleich viele plädieren für die Befolgung von religiösen Bekleidungsvorschriften in der Öffentlichkeit. 37 Prozent sind für getrennten Schwimmunterricht.

Die Umfrage wurde vergangenen Sommer und Herbst unter rund 900 anerkannten Flüchtlingen durchgeführt, das Sample bestand zu 43 Prozent aus Syrern, 37 Prozent Afghanen und 20 Prozent Irakern. Etwas mehr als die Hälfte war zwischen 18 und 30 Jahre alt, 80 Prozent der Befragten waren Männer.

Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) sieht sich angesichts der Studie in der Notwendigkeit der Wertekurse bestätigt. Die befragten Flüchtlinge hätten viele Werte noch nicht verinnerlicht, was eine "große Herausforderung" darstelle.

(APA)

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