Frauenministerium: 27 Jahre Bohren einer Stahlplatte

Seit 1990 hat Österreich ein Frauenressort – aber nicht immer als eigenständiges Ministerium. Drei Jahre lang waren die Agenden in Männerhand.

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Johanna Dohnal = – (c) Nora Schuster / Imagno / picturedesk.com (Nora Schuster)

Ein Frauenministerium. Braucht es das überhaupt? Und falls, ja – wie lange noch? Johanna Dohnal, erste Frauenministerin Österreichs, beantwortete diese Frage 1995 in der „Presse“ folgendermaßen: „Solange es ein Finanzministerium gibt. Außer wir schaffen das Geld ab.“ Bei Frauenproblemen gehe es darum: Wie kommen Frauen trotz Kindern zu einer „eigenständigen Existenzsicherung“. Und was ist Frauenpolitik heutzutage? Die verstorbene Frauenministerin, Sabine Oberhauser, formulierte es vor exakt einem Jahr so: „Nicht viel anderes als das, was Johanna Dohnal gemacht hat: das Bohren harter Bretter. Man sagt das über die Politik allgemein, aber bei Frauenpolitik kommt noch eine Stahlplatte hinzu.“ Gebohrt wird, um bei dieser Metapher zu bleiben, demnach seit 27 Jahren. Zumindest in einem eigenen Ressort. Ein Überblick.

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