Flüchtlinge: Sobotka pocht auf Schließung der Mittelmeer-Route

Nach Meinung des Innenministers gibt es keine Alternative zu einer gesamteuropäischen Lösung bei der Sicherung der Außengrenzen. Eine "Rettung auf See kann kein Ticket nach Europa sein."

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Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) – APA/HANS KLAUS TECHT

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) setzt sich in der Flüchtlings- und Migrationspolitik mit Blick auf die Mittelmeer-Route für eine rigide Kontrolle der Zuwanderung ein. Neben der geschlossenen Balkan-Route sei es nun entscheidend, auch die Mittelmeer-Route zuzumachen, sagte Sobotka der Deutschen Presse-Agentur.

"Eine Rettung auf offener See kann kein Ticket nach Europa sein, weil man damit der organisierten Schlepperei jedes Argument in die Hand gibt, weiterhin Menschen von einer Flucht aus wirtschaftlichen Gründen zu überzeugen", sagte er. Es sei aktuell noch schwer zu beurteilen, wie sich in den warmen Monaten die Zahl der Flüchtlinge entwickeln werde. Österreich stehe jedenfalls in engem Kontakt mit Italien, um auf alle Eventualitäten reagieren zu können.

"Für den Fall eines plötzlichen Zustroms wären wir gerüstet und in der Lage, das Grenzmanagement innerhalb von Stunden hochzufahren", sagte Sobotka zu den Möglichkeiten einer Grenzsperre am Brenner. Generell gebe es keine Alternative zu einer gesamteuropäischen Lösung, bei der die EU-Außengrenze wirksam geschützt werde. "Nur so kann das tragische und sinnlose Sterben im Mittelmeer ein Ende haben", meinte der Minister.

(APA)

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