Alois Mock ist verstorben

Der frühere Vizekanzler, Außenminister und ÖVP-Chef ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Er hinterlässt Ehefrau Edith, mit der er mehr als 50 Jahre verheiratet war.

Alois Mock im Jahr 1993
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Alois Mock im Jahr 1993
Alois Mock im Jahr 1993 – (c) imago stock&people (imago stock&people)

Der legendäre Außenminister und frühere ÖVP-Obmann Alois Mock ist im Alter von 82 Jahren verstorben. ÖVP-Chef Sebastian Kurz zeigte sich in einer Aussendung tief erschüttert. Mit Mock verliere Österreich einen zutiefst verantwortungsbewussten Menschen, eine überzeugende Persönlichkeit, einen großen Österreicher und einen glühenden Europäer. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen würdigte den "Vater des EU-Beitritts" (weitere Reaktionen).

Mocks historisch wohl größte Leistung war Österreichs EU-Beitritt, den er führend vorantrieb. Die wohl berühmteste mit ihm verbundene Szene ist, als er am 27. Juni 1989 mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn bei Sopron symbolisch den Eisernen Vorhang durchschnitt.

Zahlreiche politische Funktionen wurden von Mock ausgeübt, etwa jene des Vizekanzlers, des ÖVP-Obmanns, des Klubchefs der ÖVP, des Außen- und des Unterrichtsministers. Abgeschlossen wurde seine politische Karriere im Nationalrat. Schon während seiner politischen Tätigkeit litt Mock an einer Nervenkrankheit, wegen der er sich in den vergangenen Jahren auch zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückzog.

Mock hinterlässt Ehefrau Edith, mit der er mehr als 50 Jahre verheiratet war.

ÖVP-''Stammvater'' Alois Mock ist verstorben

 

(Red./APA)

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