1,6 Prozent höhere Pensionen im Jahr 2018

Als Folge der Teuerungsrate steht schon jetzt die nächstjährige Pensionserhöhung so gut wie fest. Wegen der Nationalratswahl im Herbst könnte noch ein politisch fixierter Aufschlag dazukommen.

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Symbolbild – (c) Clemens Fabry (Presse)

Die mehr als 2,5 Millionen Pensionisten in Österreich dürfen sich darauf einstellen, dass die Pensionen im kommenden Jahr um 1,6 Prozent angehoben werden. Dieser Wert, den der Seniorenrat als Dachorganisation der Pensionistenverbände errechnet hat, ist schon jetzt praktisch fix, obwohl die Erhöhung offiziell erst im Herbst bis spätestens 30. November festgelegt werden muss.

Wegen der Nationalratswahl am 15. Oktober könnte es allerdings sein, dass zu dieser errechneten Pensionserhöhung noch ein politisch fixierter Aufschlag dazukommt. Per Gesetz ist grundsätzlich die reguläre Anhebung zur Abdeckung der Teuerungsrate festgelegt. Konkret wird dafür bei den Pensionen die Inflationsrate zwischen August 2016 und Juli 2017 herangezogen. Der Juli-Wert ist noch offen, wird aber keine gröbere Änderung an der 1,6 Prozent-Gesamtteuerungsrate mehr ergeben.

Der Seniorenrat mit SPÖ-Pensionistenchef Karl Blecha und ÖVP-Seniorenbundchefin Ingrid Korosec an der Spitze hat schon am Freitag die Forderung angemeldet, dass die Pensionserhöhung jedenfalls im Ausmaß der Teuerungsrate abgegolten werden müsse. Die Anhebung könne aber auch "besser", also höher, ausfallen. Möglich ist beispielsweise, dass die Erhöhung für Bezieher niedrigerer Pensionen höher ausfällt. Das war in der Vergangenheit mehrmals der Fall. Der Seniorenrat hat dafür eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt.

Außerdem hat der Seniorenrat weitere Wünsche angemeldet. So soll unter anderem die geltende Steuergutschrift für Pensionisten, die bisher keine Steuer gezahlt haben, auch auf die rund 225.000 Bezieher einer Mindestpension ausgedehnt werden. Diese waren bei der Steuerreform 2016 ausgenommen worden, weil es sich bei den Mindestpensionen bereits um eine Sozialleistung aus dem Budget handelt, die in Summe rund eine Milliarde Euro kostet.

(ett)

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