Strolz droht Tirols AK-Chef mit rechtlichen Schritten

Erwin Zangerl soll seine Inseratenkampagne stoppen, in der er den Neos vorwirft, die Arbeitnehmerrechte beschneiden zu wollen, kritisiert der Parteichef.

Neos-Spitzenkandidat und Parteichef Matthias Strolz
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Neos-Spitzenkandidat und Parteichef Matthias Strolz
Neos-Spitzenkandidat und Parteichef Matthias Strolz – APA/BARBARA GINDL

Neos-Parteichef Matthias Strolz droht dem Tiroler AK-Chef Erwin Zangerl (ÖVP) mit rechtlichen Schritten. Sollte Zangerl nicht sofort seine aktuelle Inseraten- und sonstige Medienkampagne stoppen, in der er der pinken Partei unter anderem vorwirft, die Arbeitnehmerrechte beschneiden zu wollen, werde man umgehend entsprechende Schritte prüfen, sagte Strolz am Freitag.

Sollte Zangerl das "nicht in der Stunde abstellen", sei er auch politisch "rücktrittsreif", so der Neos-Chef. Strolz zielt dabei unter anderem auch auf aktuelle Radiospots der Tiroler Arbeiterkammer ab. Zangerl werfe den Neos darin auch vor, den Konsumentenschutz abschaffen zu wollen.

"Fast nordkoreanische Verhältnisse"

"Hier werden Zwangsgelder der Pflichtmitglieder in die Hand genommen, um eine politische Kampagne gegen zwei Parteien zu fahren - nämlich gegen Neos und die FPÖ. Das ist inakzeptabel und ein einmaliger Vorgang in Österreich. Das ist nahe an der Verleumdung. Das ist unzulässig", griff Strolz den AK-Chef scharf an. Dies sei der "Inbegriff des Dirty-Campaigning" und symbolisiere "fast nordkoreanische Verhältnisse".

"Zangerl muss erkennen, dass er über das Ziel hinausgeschossen hat. Ich lade ihn auch gerne zu einem persönlichen Gespräch ein", meinte der pinke Klubchef im Parlament. Neos würden sich für einen starken Arbeitnehmerschutz stark machen, seien aber gegen die Pflichtmitgliedschaften in den Kammern, betonte Strolz erneut eine der zentralen Forderungen seiner Partei.

(APA)

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