"Erbärmliches Schauspiel": Caspar Einem kritisiert Asylpolitik

Ex-Innenminister Caspar Einem kritisiert, Asylwerber würden "als billiges Mittel zur Stimmungsmache verwendet". Auch seine eigene Partei rügt der SPÖ-Politiker.

Caspar Einem
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(c) Presse (Michaela Bruckberger)

Der frühere SP-Innenminister Caspar Einem kritisiert die aktuelle Asylpolitik scharf: Asylwerber und Flüchtlinge "werden als billiges Mittel zur Stimmungsmache verwendet", sagt er in der "Tiroler Tageszeitung" (Mittwoch-Ausgabe). Mittlerweile sei es gelungen, "ein Bild des einbrechenden Asylwerbers zu erzeugen. Er wird auch nicht mehr Asylwerber genannt, sondern Asylant", so Einem.

Der SPÖ-Politiker nimmt auch seine Partei nicht von der Kritik aus: "Ich sehe momentan in keiner Partei einen leidenschaftlichen Politiker." 

Es vollziehe sich "ein erbärmliches Schauspiel". "Niemandem stößt mehr das menschenverachtende Niveau dieser Debatte auf" und "alle machen mit", erklärt Einem: "Das ist das eigentlich Erschütternde. Und das ist der Ausdruck der Erbärmlichkeit dieser politischen Debatte."

(APA)

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