Steiermark-Wahl: Schützenhöfer schließt niemanden aus

Steiermarks V-Chef Hermann Schützenhöfer will mit allen Parteien reden, sollte er bei der Wahl im September siegen. Eine Umfrage sieht die beiden Großparteien derzeit gleichauf.

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Steiermark-Wahl: Schützenhöfer schließt niemanden aus – (c) (Land Steiermark / Philipp)

Der steirische VP-Chef Hermann Schützenhöfer will nach der Landtagswahl am 26. September keine Partei ausschließen, sollte es zu Koalitionsverhandlungen kommen. Es sei nicht sein Stil, jemanden auszugrenzen, betonte er in Anspielung auf den derzeitigen Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ), der ja mit Schützenhöfer künftig nicht mehr zusammenarbeiten will. Der derzeitige Landeshauptmannstellvertreter will sich von Umfragen nicht in die Favoritenrolle drängen lassen.

Schützenhöfer: "Keineswegs klar, wer gewinnt"

Eine aktuelle Umfrage der "Steirerkrone" unter 800 Steirern sieht die Großparteien jeweils auf 39 Prozent. Der derzeitige Landeshauptmannstellvertreter will sich aber von Umfragen nicht in die Favoritenrolle drängen lassen. "Ich bin Tag und Nacht unterwegs, aber das reicht nicht, wenn der Erste nicht Fehler macht. Und er macht Fehler". Dennoch sei noch keineswegs klar, wer die Wahl gewinnen werde, so Schützenhöfer. Die Stimmung in seiner Partei sei jedenfalls ausgezeichnet.

Die großen Aufgaben, die auf die künftige steirische Landesregierung warten, könnten nur mit dem Konsens einer großen Mehrheit erledigt werden. Daher sei sein erster Ansprechpartner nach der Wahl die SPÖ. Das gehe nur mit den großen Parteien. "Ich halte es für die verdammte Pflicht der Großen zusammenzuarbeiten. Reißen wir uns zusammen", sagte der VP-Chef, der später aber auch einräumte, dass er alle Parteien in die Überlegungen zu einem Arbeitsübereinkommen einbeziehe.

Über sein politisches Schicksal nach einer missglückten Wahl will Schützenhöfer nicht spekulieren, aber: "Wenn wir abstürzen sollten, werde ich nicht sagen, ich bin unersetzbar". Er trete an, weil er wolle, "dass dieses Land wieder steirischer wird. Ich will, dass die Steiermark Entscheidungsvorgänge im Bund beeinflussen kann".

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