Grüne Satireseite gestartet: "Karl-Heinz Kassa"

Die grüne "parteipolitisch motivierte Jagdgesellschaft" (Zitat von Karl-Heinz Grasser präsentiert auf einer Internetseite alle Links und Downloads über die Affären des Ex-Finanzministers.

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www.karlheinzkassa.at

Karl-Heinz Grasser steht wieder im Licht der Öffentlichkeit, obwohl der immer beteuert, dass er dieses gar nicht suche. Seine Lesung aus der Fanpost an ihn ("Er ist zu schön, er ist zu jung, er ist zu intelligent") in der ORF-Sendung "Im Zentrum" brachte jetzt eine neue Initialzündung. Immer wieder tauchen Videos auf, in denen in ironischer Weise die Zeilen des Briefes an Grasser gelesen werden.

Den Grünen reicht es jetzt: Die grüne "parteipolitisch motivierte Jagdgesellschaft" (Grasser in "Im Zentrum") schlägt seit Freitag zurück. Auf der Internet-Seite www.karlheinzkassa.at finden sich neben Downloadmöglichkeiten der Buwog-Telefonprotokolle Unterlagen von Grünen Anfragen und Anzeigen. Natürlich kann man sich hier auch im "Grünzeux"-Shop mit der Grasser-Unterhosenkollektion eindecken -für alle, die "Supernackt" oder "Unschuldsvermutung" auf ihrer Unterhose stehen haben wollen.

"Lange Skandalgeschichte"

"Wir wollen mit dieser Website an die lange Skandalgeschichte des Ex-Finanzministers erinnern, ein bisschen Satire einstreuen und unsere umfangreiche parlamentarische Arbeit dokumentieren", so Grünen-Nationalrats-Abgeordnete Gabriela Moser.

Es ist nicht das erste mal, dass Grasser im Internet verhöhnt wird: Vor wenigen Wochen trat der Ex-Finanzminister nach einem Interview die "Grassermovies"-Twitter-Aktion los: Filmtitel wurden umgebastelt und in Kontext zu Grasser gesetzt. Eigene Facebookseiten und Gewinnspiele rund um das Thema bevölkerten bald das Internet.

Der Höhepunkt der satirischen Abhandlungen über Grasser war aber wohl die "Vorlesung" im Audimax. Die Kabarettisten Florian Scheuba, Robert Palfrader und Thomas Maurer lasen zweimal aus den Buwog-Protokollen.

 

(felb)

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