Bundesheer: Entacher ruft Berufungskommission an

Dem abgesetzten Generalstabschef wurde noch kein Bescheid mit der Begründung der Absetzung zugestellt.

Edmund Entacher
Schließen
Edmund Entacher
Edmund Entacher – (c) REUTERS (Heinz-peter Bader)

Der von SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos abgesetzte Generalstabschef Edmund Entacher hat sich an die im Bundeskanzleramt angesiedelte Bundesheer-Berufungskommission gewandt. Das Verteidigungsressort bestätigte am Donnerstag entsprechende Berichte von "Profil" und "Kurier". Die sechsmonatige Frist, in der das Ministerium einen Bescheid mit der Begründung der Absetzung ausstellen hätte sollen, ist Ende Juli abgelaufen. Daher war es für Entacher möglich, sich bereits vor Erhalt des Bescheids an die Kommission zu wenden.

Der Sprecher von Minister Darabos sagte, der Grund für die Verzögerung der Bescheid-Zustellung liege ausschließlich bei Entacher selbst. Denn dieser habe durch "mehrmalige Einwendungen" und durch "viermalige Akteneinsicht" sowie den mehrmaligen Wunsch auf Fristverlängerung das Verfahren selbst hinausgezögert.

Bescheid soll "ehebaldigst" zugestellt werden

Der Bescheid sei nun in Endbearbeitung und werde "ehebaldigst" Entacher zugestellt. "Denn es ist in unserem Interesse, das Versetzungsverfahren rasch abzuschließen", so der Darabos-Sprecher.

Dass Entacher nun bereits vor Erhalt des Bescheids die Berufungskommission angerufen hat, habe für das Absetzungsverfahren "keine große Relevanz", so der Sprecher. Denn der abgesetzte Generalstabschef hätte sich sowieso - auch nach Erhalt des Bescheids - an die Kommission gewandt - das habe er ja bereits mehrmals angekündigt. Dass er nun bereits jetzt diesen Schritt getätigt hat, sei Entachers "gutes Recht".

(APA)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Kommentar zu Artikel:

Bundesheer: Entacher ruft Berufungskommission an

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen