Herbert Kickl befürchtet Tricks rund um Wahlkarten

Für den FPÖ-Generalsekretär wirft der Anstieg bei den Wahlkarten Fragen auf. Für den Sonntag haben sich über hundert ausländische Medienvertreter angemeldet.

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(c) APA

Mit Skepsis beäugt FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl den Wahlkarten-Rekord bei der Bundespräsidenten-Stichwahl. "Hier heißt es jedenfalls wachsam sein", meinte er in einer Aussendung. Beispiele aus der Vergangenheit zeigten, dass bei der Briefwahl immer wieder Ungereimtheiten auftreten.

Der gewaltige Anstieg bei den Wahlkarten werfe einmal mehr die Frage auf, ob bei Verfügungsberechtigung und Auszählung tatsächlich dem Wählerwillen entsprochen werde - "oder ob Helfershelfer des gegenwärtigen Politsystems hier vielleicht die Gelegenheit nutzen könnten, dem Wählerwillen zugunsten des Systemrepräsentanten Van der Bellen 'nachzuhelfen'". Im Zuge der Auszählung sei daher besondere Sorgfaltspflicht angebracht.

Die Wahlbehörden haben genau 885.437 Wahlkarten ausgestellt. Das bedeutet, dass beinahe 14 Prozent der 6,382.507 Wahlberechtigten ihre Stimme nicht im Weg der "klassischen" Urnenwahl am Sonntag abgeben wollen. Im ersten Wahlgang hatten rund 530.000 Personen per Briefwahl abgestimmt. Grünen-Kandidat Alexander Van der Bellen konnte mit diesen Stimmen seinen Rückstand auf den Freiheitlichen Norbert Hofer merkbar verkleinern.

Mehr als hundert ausländische Journalisten

Für das Pressezentrum in der Hofburg am Wahlsonntag sind mehr als hundert ausländische Medienvertreter akkreditiert. Rund 30 Prozent der 560 bis Freitagnachmittag ausgestellten Akkreditierungen entfallen auf internationale Medien, wie es aus dem Innenministerium hieß. Darunter sind "New York Times", "Al Jazeera", "BBC", viele deutsche und italienische Medien, aber auch Zeitungen aus Japan.

 

(APA)

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