"Da wird sich Herr Stronach die letzten Zähne ausbeißen"

BZÖ-Chef Josef Bucher schließt weitere Abgänge aus den orangen Reihen zum Team Stronach aus und hofft auf einen Regierungssitz in Kärnten.

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(c) APA

BZÖ-Obmann Josef Bucher rechnet trotz schwacher Umfragewerte für seine Partei nicht damit, dass weitere Abgeordnete seinen Parlamentsklub in Richtung "Team Stronach" verlassen. Bei der Kärntner Landtagswahl hofft Bucher auf ein zweistelliges Ergebnis und einen Regierungssitz. Letzteren würde er selbst einnehmen, das BZÖ aber trotzdem als Spitzenkandidat in die Nationalratswahl führen, sagte Bucher am Sonntag in der ORF-"Pressestunde".

Als sein persönliches Wahlziel für die Kärntner Landtagswahl am 3. März bezeichnete Bucher ein zweistelliges Ergebnis. Sollte das BZÖ einen Regierungssitz erhalten, würde er selbst nach Kärnten wechseln. Weiterhin strebt Bucher auch den Landeshauptmannposten an, auch wenn das noch länger dauern könnte, wie er meinte.

"Regimeähnliche Machtkonzentration"

Vorstellen könnte sich Bucher, Gerhard Dörfler wieder zum Landeshauptmann zu wählen - allerdings nur, wenn die Brüder Kurt und Uwe Scheuch in der FPK keine Rolle mehr spielen. Den umstrittenen Kinospot, in dem das BZÖ die FPK-Spitze in eine Reihe mit gestürzten Diktatoren wie Hosni Mubarak und Nicolae Ceausescu stellt, verteidigte Bucher: Man wolle zwar niemanden in die Nähe von Diktatoren rücken, aber in Kärnten herrsche eine "regimeähnliche Machtkonzentration".

Mit dem Abgang weiterer oranger Abgeordneter in Richtung "Team Stronach" rechnet Bucher nicht: "Da wird sich Herr Stronach die letzten Zähne ausbeißen." Er lege für alle 13 verbliebenen BZÖ-Abgeordneten die Hand ins Feuer und werde jeden einzelnen von ihnen bei der Nationalrats-Wahlliste berücksichtigen, kündigte Bucher an. Außerdem fürchte er sich nicht vor Frank Stronach, zumal dessen Umfragen schon wieder nach unten zeigen würden.

Einen politischen Hintergrund vermutet Bucher hinter der Beschädigung seines Autos in der Nacht auf Mittwoch. Der Wagen wurde beschmiert, die Reifen aufgestochen. "Es ist naheliegend, dass das mit dem Kärntner Wahlkampf zusammenhängt, weil ich bisher noch nie Opfer einer Sachbeschädigung geworden bin", meint Bucher. Auch die Polizei gehe von einem bewussten Vandalenakt aus.

(APA)

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