Stronach in St. Pölten? Hürden für Prokop, Gabmann

Der 3. März als früher Termin für die niederösterreichische Landtagswahl könnte ein Antreten des Team Stronach komplizieren.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Niederösterreich wählt seinen neuen Landtag am 3. März, dem frühesten aller ursprünglichen angedachten Termine. Während alle vier Landtagsparteien dieser Entscheidung, die Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) am Montag verkündet hat, applaudieren, zeigt sich vor allem eine neue Partei eher unglücklich: das Team Stronach nämlich, das unter Führung von Karin Prokop, Tochter der ehemaligen Ministerin und Pröll-Vertrauten Liese Prokop und selbst Ex-ÖVP-Funktionärin, gern im ganzen Bundesland antreten würde.

Dazu müssen aber in jedem der 21Bezirke mindestens 50 Unterstützungserklärungen vorliegen; sie können ab heute, Mittwoch, bis 25. Jänner gesammelt werden – was in der Weihnachtszeit nicht allzu einfach sein dürfte. Man werde erst einmal abwarten, wie leicht man sich mit dem Sammeln der Unterschriften tue, bevor man sich endgültig zum Antreten in dem Bundesland entscheide, heißt es aus dem Team Stronach. Und stapelt prophylaktisch – obwohl Wohlfühl-Events wie fünf Donauschifffahrten mit der Landespartei ausgebucht waren – schon einmal tief: Es ginge ja vor allem darum, Strukturen für die Nationalratswahl im Herbst aufzubauen – die Landtagswahlen selbst seien nicht das höchste Anliegen. Nicht zuletzt, weil es ja auch noch bis März dauern soll, bis das Team Stronach überhaupt ein Parteiprogramm vorlegt.

Während es an Inhalten also noch mangelt, ist das Team um einen weiteren halb prominenten Namen gewachsen: Ernest Gabmann, Sohn des gleichnamigen ehemaligen Pröll-Vizes, tritt ebenfalls auf der neuen Liste an.

 

E-Mails an: georg.renner@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2012)

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