Mögliche VP-Rochade: Raidl statt Fekter, Fekter statt Kopf?

ÖVP-Chef Michael Spindelegger ist ein Jahr nach seinem Antritt mit Personalproblemen und -spekulationen beschäftigt.

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Raidl statt Fekter - und was hat der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (Mitte) damit zu tun? – Hans Punz/dapd

Knapp ein Jahr ist er ÖVP-Obmann und Vizekanzler, schon wird über eine mögliche Umbildung des Regierungsteam um Michael Spindelegger spekuliert, nicht zuletzt in seiner eigenen Partei: Während das neue Personal wie Sebastian Kurz für Integration und Karlheinz Töchterle für Wissenschaft gute Noten intern und extern erhält, trifft das auf die Ministerinnen Maria Fekter (Finanzen) und Beatrix Karl (Justiz) nur bedingt zu. Wirklich unzufrieden ist man an der Parteispitze aber mit der Performance von Umweltministern Nikolaus Berlakovich und dem Klubchef der Partei, Karlheinz Kopf.

Spindelegger hat sich zwar im inneren Kreis der Parteiführung gegen Wechsel ausgesprochen, aber Berater drängen auf mögliche Wechsel – nicht zuletzt wegen einer neuen Partei von Frank Stronach, die in Planung ist. Demnach könnte Finanzministerin Maria Fekter Platz „für einen österreichischen Mario Monti“ machen, wie es ein hochrangiger Bürgerlicher formuliert. Der italienische Ministerpräsident ist ein altgedienter Finanzexperte, der das Vertrauen in den Standort Italien wiederherstellen soll. In Österreich könnte eine ähnliche Rolle etwa der wortgewaltige Ex-Böhler-Uddeholm-Chef und Nationalbank-Präsident Claus Raidl übernehmen. Er wird immer wieder für einen politischen Job genannt, zuletzt – höchst unwahrscheinlich – für eine Funktion im Stronach-Bündnis.

Würde Fekter, die mit ihren eigenwilligen Auftritten und inhaltlichen Schwerpunkten die Finanzwelt verstört, weichen, könnte gleich ein zweites Problem gelöst werden: Karlheinz Kopf, der dieser Tage von Fettnapf zu Fettnapf eilt – Kampusch-Verschwörung und Aufgabe des „Dreiers“ beim Wahlergebnis – hätte eine gewichtige Nachfolgerin. Vor einem Jahr war der Widerstand im ÖVP-Klub gegen die von Spindelegger überlegte Kopf-Ablöse noch zu groß gewesen – auch mangels personeller Alternativen. Fortsetzung folgt.

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