SPÖ-Chef Kern: Task Force soll Silberstein-Affäre aufklären

SPÖ-Chef Kanzler Christian Kern setzt eine parteiinterne Task Force ein, die Licht in die Causa Silberstein bringen soll.

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SPÖ-Chef Bundeskanzler Christian Kern
SPÖ-Chef Bundeskanzler Christian Kern – APA/HERBERT PFARRHOFER

Am Tag nach dem Rücktritt von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler wegen der Causa Silberstein gab SPÖ-Chef Bundeskanzler Christian Kern kurzfristig eine Pressekonferenz. Es sei ein erheblicher Fehler gewesen, Tal Silberstein als Berater geholt zu haben, räumte er ein. "Mir ist wichtig, dass wir volle Aufklärung bekommen", sagte Kern. Deshalb werde eine Task Force unter Leitung von Christoph Matznetter eingesetzt. Wer Niedermühlbichler als Bundesgeschäftführer interimistisch nachfolge, werde noch am Sonntagnachmittag feststehen. Er, Kern, mache dem Parteipräsidium heute noch einen Vorschlag.

Auch auf Facebook meldete sich der Bundeskanzler zur Wort und ist um Schadensbegrenzung bemüht und verspricht, dass all jene die an der "Schmutzkübel-Kampagne beteiligt waren, mit entsprechenden Konsequenzen" rechnen zu müssen. "In dieser Situation dürfen wir allerdings nicht vergessen, dass in 14 Tagen darüber entschieden wird, in welche Richtung sich unser Land in den kommenden Jahren entwickeln wird".

 

Erste Reaktionen

Der Kanzler lasse die letzte Chance aus mit halbwegs erhobenen Haupt aus der Silberstein-Affäre zu entkommen. Kern, der angeblich superkompetente Manager, sei nicht bereit Verantwortung zu übernehmen, stattdessen verbreite er krude Verschwörungstheorien, zeige mit dem Finger auf andere, und gefalle sich in der Opferrolle, meinte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung. Wenn er, Kern, den Verdacht habe, dass Personen aus der ÖVP in sein Wahlkampfteam eingeschleust worden seien, dann soll er die Dinge beim Namen nennen.

Auch die Einsetzung einer internen roten Task-Force könne den Schaden, den der Skandal rund um rassistische und antisemitische Facebook-Seiten mit SPÖ-Unterstützung, nicht wiedergutmachen, erklärte  die Grüne Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek.

Die Erklärung von Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern komme für viele Menschen in Österreich zu spät, so Lunacek weiter. Er hätte dieses unwürdige Treiben schon viel früher stoppen können. Nämlich schon dann, als im Frühjahr Gerüchte über dubiose Geschäftsbeziehungen um den roten Berater Tal Silberstein ruchbar geworden sind. Da hätte Christian Kern als Bundeskanzler und SPÖ-Chef bereits die Reißleine ziehen müssen. "Jetzt ist es zu spät“, so  Lunacek.

 

 

Ein roter Wahlkampf voller Pannen

(APA)

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