Kleines Superwahljahr wird zur Überlebensfrage für die Grünen

In Niederösterreich, Tirol, Salzburg und Kärnten wird 2018 gewählt. Für die Grünen stehen damit drei ihrer fünf Regierungsbeteiligungen zur Abstimmung.

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Wahlkalender 2018 – APA

Mit der Einigung der niederösterreichischen Parteien auf den Wahltermin am 28. Jänner ist der Kalender für das Wahljahr 2018 im Großen und Ganzen fixiert. Bis April gibt es monatlich eine Landtagswahl. Besonders spannend wird der Urnengang für die Grünen, denn in Tirol, Kärnten und Salzburg stehen drei ihrer (mit Vorarlberg und Wien) fünf Regierungsbeteiligungen zur Debatte.

Ohne Vorverlegung der Nationalratswahl wäre 2018 ein Superwahljahr geworden - dann hätte es nach den Landtagswahlen im Frühjahr auch die Nationalratswahl im Herbst gegeben. So ist es zumindest ein Landtags-Superwahljahr - denn vier der neun Landesparlamente werden kommendes Jahr neu beschickt.

Drei davon sind ÖVP-dominiert: In Niederösterreich schlägt Johanna Mikl-Leitner, die heuer Erwin Pröll ablöste, ihre erste Wahl als Landeshauptfrau - und zwar am 28. Jänner. Im traditionell schwarzen Tirol geht Günther Platter am 25. Februar in seine zweite Wahl. Und in Salzburg versucht Wilfried Haslauer am 22. April, den 2013 zurückgeholten Landeshauptmannsessel zu verteidigen.

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Sehr spannend wird es in Kärnten: 2013 holte sich die SPÖ - bei erdrutschartigen Verlusten der skandalgeschüttelten Blauen - erstmals seit 1994 wieder Platz 1 zurück, Peter Kaiser wurde der erste SPÖ-Landeshauptmann seit 1989 und regiert seither gemeinsam mit der ÖVP und den Grünen. Bei der Nationalratswahl wurde die FPÖ im südlichsten Bundesland aber wieder stärkste Partei. Voraussichtlich am 4. März wird sich zeigen, ob Kärnten rot bleibt.

Abgesehen davon steht 2018 nur noch die Gemeinderats- und Bürgermeisterkür in Innsbruck am Programm, sie findet voraussichtlich am 22. April statt - gemeinsam mit der Salzburger Landtagswahl.

Apropos: Einen größeren Wahlgang gibt es heuer noch: Die Salzburger Bürgermeisterwahl am 26. November, in Gefolge des Rücktritts von SPÖ-Stadtchef Heinz Schaden. Er war im Zusammenhang mit einem Nebenaspekt des Salzburger Finanzskandals wegen Beihilfe zur Untreue zur drei Jahren Haft, einem davon unbedingt, verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die letzten grünen Mohikaner

(APA)

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