"Monarchisten Österreichs" wollen kandidieren

Die Schwarz-Gelbe Allianz will 2018 einen Monarchen mit "starkem Veto-Recht" krönen. Zuvor will sie bei den Neuwahlen ins Parlament einziehen - ohne Wahlkampf und vorläufig auch noch ohne Spitzenkandidaten.

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(c) APA (Heeresgeschichtliches Museum Wien)

Die "Monarchisten Österreichs" wollen bei den Neuwahlen im September kandidieren. Das erklärten Obmann Manfred Körner, Vizeobmann Alexander Simec und der niederösterreichischen Spitzenkandidat Tibor Pasztory am Freitag.

Ihr Verein, die "Schwarz-Gelbe Allianz", formierte sich im Jahr 2004. Er tritt für die Reinstallation eines Monarchen mit "starkem Veto-Recht" bei gleichzeitiger Beibehaltung des Parlamentarismus bzw einer gewählten Regierung ein.

Ob die Gruppierung die notwendigen 2.600 Unterstützungserklärungen für einen bundesweite Antritt zusammenbringt, ist freilich mehr als fraglich. Die derzeitigen Mitgliederzahlen wollten die Vereins-Vertreter erst gar nicht nennen. Es handle sich um eine dreistellige Zahl. Diese wachse aber täglich. Aus der Bevölkerung vernimmt man ein "frappantes Echo".

Einen Wahlkampf werden die Monarchisten nach eigenen Angaben nicht führen. Auch nach einem bundesweiten Spitzenkandidaten wird noch gesucht.

Monarchie "derzeit unrealistisch"

Pasztory betonte, man wisse, dass die Wiedereinführung einer Monarchie derzeit unrealistisch sei. Ziel sei es aber, "aufzurütteln" und die Demokratie "zu fördern". So müsse etwa der Klubzwang im Parlament abgeschafft, der Bundesrat aufgewertet und das "freie Spiel der parlamentarischen Kräfte zugelassen" werden. Den Bundespräsidenten will man - wohl vorläufig - in seinem Amt lassen.

Langfristig strebt der Verein nämlich sehr wohl die Wiedereinführung eines monarchistischen Systems an, wie Simec erläuterte. Umgesetzt werden könnte dies "nach einem 100-jährigen republikanischen Interregnum" im Jahr 2018. Wer der künftige Monarch Österreichs werden soll, darüber schwiegen sich die Monarchisten aus. Diese Frage stelle sich derzeit nicht, so Simec. Letztendlich soll darüber die Bevölkerung in einer Volksabstimmung entscheiden.

(APA)

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