''Four more years? Four more beers!'': Wahlpartys in Wien

„Afraid, angry, awesome – das sind die drei As des Abends“, ruft Sandra im „The Golden Harp“-Pub in die Runde. Und sie sollte Recht behalten: Die US-Wahlnacht ging unter die Haut.


Text und Fotos: Hellin Sapinski (c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

„Four more years? Four more beers!“, das Motto im Irish Pub war klar: US-Präsident Barack Obama soll vier weitere Jahre aus dem Weißen Haus aus die Geschicke der Vereinigten Staaten von Amerika lenken – und seine Anhänger in Wien, die Democrats Abroad, wollen diesen Triumph mit „Gold“ begießen.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Doch ganz so einfach sollte es nicht werden: Immer wieder kam es in der Wahlnacht zu einem Gleichstand an Wahlmännern für den Demokraten und den Republikaner, mal zog der eine davon, dann der andere. "Ich kann nicht hinsehen, aber wegsehen auch nicht", meint Jesper, den Blick gebannt auf den Fernseher gerichtet.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Um 2.32 Uhr holt Romney Arkansas, Georgia und Tennessee. Seine Anhänger (drei an der Zahl im Pub) jubeln - 33 weitere Stimmen gehen auf das Konto des Mormonen.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

"Yes, I am having fun!", drei Grazien in der ersten Reihe machten sich dagegen keinerlei Sorgen: "Wir haben Spaß und das ist der Weg zum Erfolg." Die Stimmung ist gespannt, doch noch ist alles offen, denn aus Florida, Ohio und Virginia liegen noch keine Zahlen vor.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Auch bei der Feier der US-amerikanischen Botschaft herrscht gute Laune. Im Hotel „Le Meridien“ werden 600 ausgewählte Gäste mit Esel- und Elefanten-Buttons begrüßt – wobei die Rüsseltiere schneller vergriffen sind. „Es ist für alle was dabei“, beruhigt die Empfangsdame aufgeregte Wahlwatcher. Tatsächlich: Neben Anstecknadeln liegen auch rot-weiß-blaue Bonbons bereit.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Doch für die Präsente muss gearbeitet werden. Jeder Gast bekommt auch einen Stimmzettel in die Hand gedrückt. Das Wahlergebnis ist eindeutig: 198 Stimmen für Obama, 16 für Romney, drei für den nicht mehr im Rennen befindlichen Ron Paul und eine Stimme für Clint Eastwood.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Während die neugierigen Blicke der Gäste immer wieder zu den Bildschirmen wandern und manch mutiges Pärchen sich am kleinen Tanzparkett versucht,....(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

… sorgen fünf Köche für das leibliche Wohl – auf angeblich US-amerikanische Art. Zu wählen gilt es zwischen Burgern mit Fahne, Pommes und Sachertorte.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Für Hingucker sorgen aber auch andere Sachen: Neben den knappen Abstimmungsergebnis vor allem wagemutige Blusen...(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

...patriotische Strümpfe...(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

...eigenwillige Kapperln...(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

...und Besuch aus der österreichischen Innenpolitik.

(Am Bild links: Ursula Stenzel, Bezirksvorsteherin von Wien Innere Stadt, Mitte: Ex-Botschafterin Helene van Damm )(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Immer wieder wandert der Blick der Gäste zur Videowall. Die Reaktionen liegen zwischen Trauer, Zufriedenheit und Jubelschreien.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Die Anspannung ist vielen ins Gesicht geschrieben: "It's looking very tough right now", so der gängige Kommentar.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Um die Wartezeiten zwischen den einzelnen Hochrechnungen zu überbrücken, beschäftigten sich manche Besucher mit einem Wahl-Rätsel. Die Frage, die eine Vielzahl der Teilnehmer lange beschäftigte: "Welche Partei hat als Logo den Elefanten?"(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Tja, das müssen wohl die Republikaner sein. Gleich ein Foto mit der Kartonversion des Präsidentschaftsanwärters machen, dann merkt es sich leichter.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Trotzdem können sich manche Partygäste nicht mehr auf den Beinen halten, als verkündet wird, dass Obama um 2.45 Uhr im umkämpften Ohio nach einem Fünftel der Auszählung mit 57 zu 41 Prozent vorne liegt.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Andere nahmen es gelassen: "Noch ist nichts fix." Sie genehmigen es sich auch, zwischendurch mal eine bequemere Haltung einzunehmen.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Eine dritte Wahlparty ist unterdessen in der Albertina Passage im Gang. Dort sorgen Joey Green, Betty Semper, The Fabulous Jolettes and RayVille für gute Stimmung.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Doch lange können die Musiker die Gäste nicht halten: Gegen zwei Uhr ist der Saal unter dem Ring beinahe leer, viele Gläser unberührt.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Im „Golden Harp“ ist die Stimmung dagegen nach wie vor heiter. Anfeuerungsrufe wie „Obama, go for it”, „he’ll make it” oder "once again” wechseln sich ab.(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

Gegen fünf Uhr früh wird die Stimmung bei den jungen Demokraten immer optimistischer. Und wirklich....(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)

... um 5.18 Uhr hat das Zittern ein Ende. Es steht fest: Obama ist wiedergewählt. Der Swing State Ohio geht an den Präsidenten - und im Pub heißt es: „Four more years! Four more beers!“(c) Hellin Sapinski (Presse Digital)
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