Wien: Gedenken an Novemberpogrome

Bundespräsident Fischer legte am Jahrestag der Pogrome erstmals einen Kranz am Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoa am Wiener Judenplatz nieder.

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Zerstörtes jüdisches Geschäft nach der Pogromnacht – AP

Mit der sogenannten Reichskristallnacht auf den 10. November 1938 begann im gesamten Dritten Reich die systematische Vertreibung, Enteignung und Ermordung von Juden während der Zeit des Nationalsozialismus. Mehrere Gedenkveranstaltungen sollten am Freitag in Wien an diesen Tag erinnern, am Wochenende folgen weitere.

Bundespräsident Heinz Fischer legte anlässlich des Novemberpogroms erstmals am Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoa am Wiener Judenplatz einen Kranz nieder. Begleitet wurde der Bundespräsident dabei vom Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, und vom Wiener Militärkommandanten Kurt Wagner.

Im Jüdischen Museum Wien war für 14 Uhr ein Gedenken geplant. Museumsdirektorin Danielle Spera sollte vor einer Schweigeminute in einer kurzen Rede über den Kontext sprechen, bevor in einer Führung ausgewählte Objekte und deren Geschichte präsentiert werden.

Um 18 Uhr sollte vor dem ehemaligen Aspangbahnhof in Wien-Landstraße die jährliche Mahnwache und Kundgebung stattfinden. Von hier aus wurden in den Jahren 1939 bis 1942 Zehntausende österreichische Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager deportiert.

(APA)

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