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Kein Grund zu klagen

14.03.2009 | 18:03 |   (DiePresse.com)

Success09: Karriereempfehlungen für Juristen.

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Rund 700 Absolventen des Wiener Juridicums drängen jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt. „Die Allerbesten unter ihnen finden auch aktuell sehr leicht einen Job“, sagt Heinz Mayer, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Wien. Gesucht werden Jus- Absolventen aktuell vor allem von Rechtsanwaltskanzleien sowie von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Die Anzahl der juristischen High Potentials liege bei etwa 15 Prozent der Absolventen. „Diese haben zügig und gut studiert, Auslandserfahrungen sowie praktische Erfahrungen gesammelt.“ Für jene Berufseinsteiger, die diese Anforderungen nicht erfüllen – deren Anteil schätzt Mayer auf etwa ein Drittel der Absolventen –, seien die Chancen am Arbeitsmarkt derzeit eher gering. Engagement und Information Der Dekan empfiehlt den Studenten daher, „anwendungsorientiert zu studieren“ und sich mit Rechtsgebieten zu beschäftigen, die der späteren Tätigkeit nützen. „Wir bieten einen breiten Fächer an Spezialisierungen an.“ Der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen – „perfektes Englisch ist Grundvoraussetzung“ – sowie Soft Skills gehören ebenfalls zur Grundausstattung für den erfolgreichen Berufseinstieg. Weiters sollten sich die Studenten möglichst früh über potenzielle Arbeitgeber informieren. „Eine sehr gute Möglichkeit dazu bietet beispielsweise die Success09“, sagt Mayer. Die Karrieremesse ist nach Angaben des Organisators Uniport die größte Veranstaltung ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Am Mittwoch, dem 25. März, werden sich einige Dutzend Unternehmen in der Aula des Wiener Juridicums präsentieren. Neben einem umfangreichen Workshopprogramm sowie einer breiten Palette an Diskussionen – unter anderem mit Justizministerin Claudia Bandion-Ortner – haben Interessierte noch die Möglichkeit, ihren potenziellen Arbeitgeber in entspannter Atmosphäre bei der Recruiters Night kennenzulernen. Deren Bewerbungsfrist endet am 15. März. Bereits am Vorabend der Success09 findet eine eigene „Messe in der Messe“ statt: Rund 20 renommierte nationale und internationale Anbieter von postgradualen juristischen Weiterbildungsprogrammen präsentieren sich im Dachgeschoß des Juridicums im Rahmen der LL.M.-Night. NIK

 

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1 Kommentare
Gast: Gast
19.03.2009 23:44
0 0

Anwendungsorientiert lernen

Mal abgesehen, dass zwischen 15 % und dem anderen Drittel noch etwas liegt.
Englisch hab ich in meiner Praktikaausbildung noch selten bzw. auf dem Niveau der Matura gebraucht (wenn man nicht gerade sich auf Völker- oder Europarecht spezialisiert).
Eine Frage an den Dekan, wie soll man bitte im neuen Studienplan anwendungsorientiert lernen?? Man wird von einem Prüfungstermin zum nächsten getrieben, lernt für 3 Fächer den kompletten Stoff gleichzeitig, in Mindestzeit sudiert man eh meistens nur noch mit Hilfe von Winter- und Sommeruni, wie soll man sich da noch auf sein Lieblingsgebiet spezialisieren (wobei vom Grundwissen nur 50% praxistauglich ist und die restlichen 50% viel wichtiger wären als Theorien die eh schon von Lehre und Rsp verworfen wurde; bzw. die man bei Interesse nachschauen kann)?
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