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Die Top-Arbeitgeber sind Red Bull, BMW und Bayer

23.01.2009 | 19:29 |   (Die Presse)

Red Bull, BMW und Bayer ¿ bei diesen drei Unternehmen würden die heimischen Studenten am liebsten nach ihrem Abschluss anheuern.

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Das hat eine erstmals in Österreich durchgeführte Studie des Employer-Branding-Spezialisten Universum Communications unter Wirtschaftswissenschaftlern, Technikern sowie Naturwissenschaftlern ergeben. Insgesamt haben über 3600 Interessierte teilgenommen. International werden nach Angaben des Unternehmens 250.000 Studenten und 80.000 Young Professionals in rund 30 Staaten weltweit zu Karriere-Themen befragt.

„Im Unterschied zu anderen Ländern findet man im österreichischen Ranking mehr heimische, global agierende Unternehmen auf den vordersten Plätzen als internationale Top-Player, da der regionale Bezug in Österreich eine größere Rolle spielt“, analysiert Roger Manfredsson, für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständiger Direktor bei Universum. Ein Beleg für diese Aussage sind die Top-Platzierungen der OMV – zweimal Rang drei und einmal auf Platz fünf – sowie von Swarovski. Der international tätige Tiroler Player wurde von den Wirtschaftswissenschaftlern unter die beliebtesten zehn Arbeitgeber gereiht.

 

„Erfolg macht anziehend“

„Erfolg macht anziehend“, erklärt Georg Horacek, Senior Vice President Human Resources der OMV AG: „Das ist das beste Marketing an Universitäten. Wenn man mit positiven Ergebnissen in den Medien erwähnt wird, dann wirkt das vor allem bei Wirtschaftsstudenten.“ Daneben setzt der Personalverantwortliche auf direkten Kontakt mit den Studenten. Bei Naturwissenschaftlern sieht Horacek vor allem die Präsenz seines Konzerns in Fachmedien als Grund für die gute Platzierung in der Studie. Ähnlich auch die Reaktion von Swarovski: „Das Ergebnis zeigt, dass wir als international erfolgreiches Unternehmen wahrgenommen werden“, so der HR-Verantwortliche Hanspeter Marmsoler.

Manfredsson führt die Beliebtheit des Arbeitgebers auch auf die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen zurück. Je attraktiver diese sei, desto leichter haben es die Personalverantwortlichen, geeignete Kandidaten zu rekrutieren. „Es ist sicherlich nicht das einzige Kriterium, nach dem sich die Auswahl richtet, aber Unternehmen sollten Kenntnis darüber haben, wie beliebt ihr Sektor in der Zielgruppe ist.“ Betriebe, die in weniger bekannten Branchen arbeiten, sollten sich bei ihren Personalmarketing-Aktivitäten darauf fokussieren, bei Studenten „auf bislang wenig bekannte Highlights hinzuweisen“. Die Top-Arbeitgeber führen ihren Erfolg vor allem auf die Bekanntheit ihrer Produkte zurück.

„Die Studenten kennen unsere Produkte und die Marke Red Bull und haben Red Bull Energy Drink während ihres Studiums als funktionales Getränk kennengelernt, das sie beim Lernen und bei Prüfungen unterstützt. Das innovative Produkt und Marketingkonzept von Red Bull wird aber auch an Universitäten als Case Study gelehrt und viele Studenten haben sich deshalb während ihrer Ausbildung mit dem Unternehmen Red Bull auseinandergesetzt“, erklärt man sich beim Salzburger Energydrink-Hersteller die hohe Zustimmung in der Studie. Laut Angaben des Unternehmens bewerben sich rund 6000 Interessierte für das Trainee-Programm von Red Bull.

„Ein bedeutender Faktor bei dieser Bewertung sind natürlich unsere Produkte“, meint auch Michael Ebner, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei BMW. „Die BMW Group besitzt enorm starke Marken, die eine einzigartige Positionierung aufweisen.“ Die Strahlkraft des Images wirkt gleichsam als Recruiting-Turbo.

In dieselbe Kerbe schlägt auch Jürgen Schuster: „Innovative medizinische Produkte machen uns natürlich bei den Naturwissenschaftlern beliebt.“ Der Personalverantwortliche bei Bayer hebt aber vor allem das soziale Engagement seines Unternehmens hervor. „Wir legen großen Wert auf CSR-Aktivitäten, das wird besonders positiv von den Kandidaten aufgenommen.“

„Bewerber achten verstärkt auf Corporate Social Responsibility (CSR)“, sagt Manfredsson. Außerdem zählen Work-Life-Balance, lohnende Herausforderungen und die Aussicht auf Führungsaufgaben zu den wichtigsten Entscheidungsfaktoren von Studenten bei der Wahl des Arbeitgebers.

 

Keine Auswirkung der Krise

Die Ergebnisse des Rankings – die Studie wurde im ersten Halbjahr 2008 durchgeführt – haben sich durch die aktuelle wirtschaftliche Lage nicht verändert, so Manfredsson weiter. In den Köpfen der Studenten sei das Image von Unternehmen stark verankert, ergänzt auch Richard Piller. Der HR-Leiter der Austrian Airlines bemerkt trotz der Turbulenzen, in denen sich das Unternehmen in den letzten Monaten befindet, keinen Abschwung bei den Bewerbern. Im Universum-Ranking konnte die Fluglinie den fünften Platz bei den Wirtschaftswissenschaftlern belegen.

„Finanzielle Probleme gibt es in den verschiedensten Branchen immer wieder“, sagt Piller. Als Beispiel für seine These nennt er die aktuelle Lage im Automobilsektor. Die Airline hingegen profitiere vom Glanz der weiten Welt. „Die Strahlkraft der Marke bleibt trotz Schwankungen langfristig gesehen unverändert.“

(c) Die Presse / HR

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.01.2009)

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4 Kommentare
Gast: gast
25.01.2009 16:47
0 0

ja wo is es denn ...

... das Ranking? Zuerst lange Zähne machen und dann is nix! Würde mich aber auch sehr interessieren.

Antworten Gast: PersonalER
30.01.2009 23:56
0 0

Re: ja wo is es denn ...

die Liste sehe ich nun - aber ich vermisse hier 2 Hinweise, 1) dass hier nicht offen abgefragt wurde, sondern anhand einer Liste und 2) nach welchen Kriterien (€?) die Firmen auf die Liste kamen.

Antworten Antworten Gast: Axel Keulertz; Universum
20.02.2009 12:51
0 0

Re: Re: ja wo is es denn ...

Am Ende der Liste im Fragebogen können die teilnehmenden Studenten in einem Freifeld Ihren Wunscharbeitgeber eintragen, falls er sich noch nicht auf der Liste befand. Diese Informationen werden dann für die Studie des kommenden Jahres genutzt, das heißt die Liste orientiert sich stets an den Präferenzen der Studenten und ist somit quasi neutral. Sollte also ein bislang nicht gelistetes Unternehmen häufiger als Wunscharbeitgeber frei genannt werden, wird dieses dann in der kommenden Studie berücksichtigt. Die Liste generiert sich also über die Antworten der Zielgruppe immer wieder selbst.

Gast: xyz
25.01.2009 11:35
0 0

Wo is das Ranking??

Laut Printversion soll man hier das Ranking von 1-30 finden, aber ich find es nirgends?! Kann mir da wer weiter helfen?? Würd mich nämlich sehr interessieren. Danke! LG