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„Restrukturierungen statt Fusionen“

06.03.2009 | 18:38 |   (Die Presse)

Konzipienten. Wie sich die wirtschaftliche Situation auf Berufseinsteiger auswirkt.

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Die Aufgabengebiete haben sich zwar geändert, Bedarf an Berufseinsteigern ist allerdings noch immer vorhanden, wie heimische Kanzleien bestätigen.

1.Für welche Bereiche werden aktuell

 

Berufseinsteiger gesucht?

Alle befragten Kanzleien sind auf der Suche: Schönherr stellt Einsteiger für Insolvenz-, Immobilienrecht und Gesellschaftsrecht ein, bestätigt Partner Martin Ebner. Wolf Theiss besetzt gerade einen Juristen für den Bereich Öffentliches Recht. „Aber sehr gute Kandidaten sind für uns in nahezu allen Bereichen immer interessant“, erklärt Managing Partner Horst Ebhardt. Keinen Einbruch für heuer sieht Freshfields Deringer, so Thomas Zottl, Partner im Wiener Büro der internationalen Sozietät. Haslinger Nagele und Partner suchen derzeit ebenfalls mehrere Juristen, erklärt Partner Martin Oder.

2.Welche Qualifikationen benötigen diese in Krisenzeiten?

Erste Erfahrungen im Wirtschaftsrecht, eine internationale Ausrichtung sowie sehr gute Englischkenntnisse nennt Wieland Schmid-Schmidsfelden, Country Managing Partner DLA Piper Weiss-Tessbach, als Anforderungen für Berufseinsteiger. „Wir sind auf der Suche nach Teamplayern, die bereit sind, die ,Extra Mile‘ zu gehen. Kollegialität und Team Spirit sind uns besonders wichtig“, ergänzt Ebhardt.

3. Wie hat sich die Tätigkeit durch die

 

derzeitige Situation verändert?

Transaktionsspezialisten seien weiterhin gefragt, sagt Karin Medved, HR-Director von Schönherr: „Jedoch etwas weniger oft bei großen Fusionen und Unternehmenskäufen und deren Finanzierung als bei Restrukturierungen.“ Die Tätigkeitsbereiche haben sich auch bei Haslinger Nagele und Partner verschoben: „Ein deutlicher Schwerpunkt liegt nunmehr auf Sanierungs- und Anpassungsmaßnahmen, mit denen sich die Unternehmen gegen die Wirtschaftskrise zur Wehr setzen.“

4. Welche Karrierechancen gibt es noch in diesem wirtschaftlichen Umfeld?

Chancen trotz der Krise bestehen weiterhin, sagt Schmid-Schmidsfelden: „Eine Weiterentwicklung unserer Juristen und Juristinnen ist beispielsweise zum Senior Lead Lawyer oder zum Partner möglich.“ Auch die anderen befragten Kanzleien bestätigen ein weiterhin positives Karriereumfeld. nik

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.03.2009)

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