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Mit Schneeschuhen, Fackeln oder klassisch

12.03.2010 | 18:34 |   (Die Presse)

Die Karrierebergtour der Elisabeth Ehrensberger.

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Kirchberg. Der Wechsel vom Schreibtisch raus in die Natur kam schneller als geplant und er war erzwungen. „Ich dachte, ich hätte einen sicheren Job“, sagt Elisabeth Ehrensberger. Doch von einem Tag auf den anderen war sie ihn los. Schlechte Auftragslage. „Momentan bin ich natürlich aus allen Wolken gefallen.“ Die waschechte Tirolerin aus Brixen im Thale, die seit 30 Jahren in der Nachbargemeinde Kirchberg lebt, brauchte allerdings nicht sehr lange, um sich vom Schock des Arbeitsplatzverlustes zu erholen. Sie absolvierte die Ausbildung zur Bergwanderführerin. Naturverbunden und wanderfreudig war sie ohnehin, jetzt eignete sie sich noch das notwendige Fachwissen in Tourismuskunde, Kartenkunde, Orientierung und Erster Hilfe an.

Seit sechs Jahren führt sie nun schon die Gäste des Hotels Elisabeth. „Als Bergwanderführerin erzählst du den Gästen auch viel über das Leben, über Brauchtum und Geschichte der Menschen, die in Kirchberg leben, du sagst ihnen wie die Berge heißen, wie hoch sie sind und bist auch eine Art Therapeutin. Es ist ein toller Job, in dem du einfühlsam und flexibel sein musst, und es ist ein Job, in dem es viele lustige Stunden und auch viel zu lachen gibt.“


Gesundheit inklusive

Wandern kennt keine Saison. Es geht das ganze Jahr hindurch. Klassische Bergtouren im Sommer, Nordic Walking, lustige Rodelpartien, Mondscheintouren, Winterwandern – mit oder ohne Fackeln. „Was gibt es Schöneres, als durch tief verschneite Wälder zu gehen?“, fragt sie rhetorisch. Das „Nein“ auf die Frage, ob sie wieder auf ihren Platz als Sekretärin zurückkehren möchte, kommt schnell. „Heute mache ich das, was ich wirklich gerne mache.“ Mit Menschen zusammen sein und den ganzen Tag in der Natur verbringen. Ein Job, der auch gesund hält. „Ich bin noch keinen einzigen Tag ausgefallen, Bakterien haben bei mir keine Chance.“ red

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.03.2010)

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