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"Diversität ist die Zukunft"

19.03.2010 | 16:40 |  von Nikolaus Koller (Die Presse)

Internationale Experten tagten in Wien: Unternehmen können es sich nicht leisten, Vielfalt nicht zu leben.

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Der kleine Clownfisch Nemo ist ein gutes Beispiel für den Erfolg von Diversität: Der animierte Hauptdarsteller im Kassenschlager „Findet Nemo“ ist von Kreativen verschiedenster Provenienz gezeichnet worden. Nur aufgrund dieser Breite an Einflüssen bei der Produktion könne der Film die Geschmäcker von mehreren Millionen Kinobesuchern weltweit treffen, meint Carmen J. Smith: „Ohne Diversität wären wir nicht Marktführer“, so die Vice President of Global Strategies for Diversity and Inclusion bei Walt Disney. Die Managerin war eine der Top-Speaker des World Diversity Leadership Summit Europe (WDLS-EU), das letzte Woche in Wien stattgefunden hat.

Einig waren sich dabei alle Teilnehmer, dass sich die Gesellschaft verändern werde und Unternehmen darauf reagieren müssten. „Diversität ist die Zukunft“, betonte denn auch Vizekanzler Josef Pröll. Vor allem in Zeiten der Globalisierung sollte Vielfalt als Chance, nicht als Gefahr gesehen werden, erklärt WDLS-EU-Organisatorin Beatrice Achaleke im „Presse“-Gespräch.

 

Alle Talente nutzen

Unternehmen müssten es allerdings ernst nehmen – „Diversität möchte gefordert sein“ –, um davon zu profitieren. „Nur als Gesamtkonzept ist Diversität für die Firmen interessant, weil es gewinnbringend ist.“ Betriebe müssten daher bewusst versuchen, möglichst verschiedene gesellschaftliche Gruppen anzusprechen – auch als attraktiver Arbeitgeber. „Jeder in diesen Gruppen hat Talente“, sagt Acheleke: „Wir können uns es nicht leisten, diese nicht zu nutzen.“ Als ein heimisches Vorzeigeunternehmen, das Diversität ernst nimmt, nennt die Expertin die OMV.

Die Organisatorin freute sich über 230Anmeldungen zu diesem Kongress – Vertreter von 96Unternehmen waren ins Finanzministerium gekommen. Unter den hochkarätigen internationalen Gästen waren unter anderem der globale Leiter der Bereiche Citizenship und Diversity bei KPMG, Lord Michael Hastings, sowie Angela M. Heng, Vice President Corporate Affairs bei Western Union zu finden.

Auch die heimische Politprominenz fehlte nicht: Neben Vizekanzler Pröll konnte Achaleke noch Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka begrüßen. Der Kongress wird kein einmaliges Event bleiben: Das nächste WDLS-EU wird am 24. und 25.März 2011 stattfinden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.03.2010)

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