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Regional rekrutieren: Tummelplatz der Top-Talente

19.03.2010 | 16:40 |  von Nikolaus Koller (Die Presse)

Personalverantwortliche schätzen die Balkan Case Challenge als Chance, Nachwuchskräfte aus Südosteuropa und Österreich zu treffen und sich als potenzieller Arbeitgeber zu positionieren.

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Internationalität gehört für Jovana Cirovic zum Leben: Die gebürtige Serbin kam zum Studium nach Wien – „damals habe ich noch kein Deutsch gesprochen“, wie sie im „Presse“-Gespräch betont. Nach ihrem Abschluss an der Lauder Business School mit der Spezialisierung in „International Management and Marketing“ zog es Cirovic gleich weiter nach Polen, wo sie nun als Vorstandsassistentin bei der Vienna Insurance Group (VIG, die ehemalige Wiener Städtische Versicherung) arbeitet. Ähnlich verlief auch die bisherige Karriere von Keti Topi. Die 25-jährige Albanerin wurde bald nach ihrem Studienende ebenfalls von einem regional agierenden Konzern engagiert und arbeitet nun in der Personalabteilung der Erste Group. Beide Nachwuchshoffnungen haben eines gemeinsam: Ihre Arbeitgeber haben sie im Rahmen der Balkan Case Challenge (BCC) kennengelernt.

 

Beeindruckende Ergebnisse

Von den Top-Talenten, die Firmen im Rahmen des Wettbewerbes (siehe Info-Box) kennenlernen können, berichtet auch Larysa Winter. Die konzernweite Personalchefin der VIG spricht über die Teilnehmer der BCC nur in den höchsten Tönen. „Energiegeladen, äußerst lernwillig sowie begierig auf Neues“ seien die handverlesenen Nachwuchshoffnungen. Dieser Ansicht kann Ursula Kuntner-Schweickhardt, Head of Human Resources Development & Recruiting der Erste Group, nur zustimmen. Sie schätzt an der BCC darüber hinaus die „länderübergreifende Zusammensetzung der Talente“.

Beeindruckt zeigt sich Kuntner-Schweickhardt auch von den Ergebnissen des Business Case, den das Finanzinstitut im Rahmen des Wettbewerbs zur Verfügung stellt und der von den Teilnehmern erarbeitet wird. „Damit schaffen die Studierenden realen Mehrwert für unser Unternehmen.“ Beide HR-Experten bewerten die BCC als eine optimale Möglichkeit, sich selbst als Arbeitgeber zu positionieren und mit Top-Talenten aus der Region in Kontakt zu treten. „Wir wollen definitiv weiterhin die BCC unterstützen“, betont Winter.

 

Arbeitgeber kennenlernen

„Die Teilnahme an der BCC war ein Türöffner für meine Karriere“, erklärt Nachwuchshoffnung Topi, die hier ihren derzeitigen Vorgesetzten kennengelernt hat. Cirovic, eine der Siegerinnen des Wettbewerbs, kam während der Preisverleihung mit der HR-Managerin Winter ins Gespräch, die sie weniger Monate später rekrutierte. „Der Wettbewerb bietet wirklich Möglichkeiten, beruflich vorwärtszukommen“, ist sie überzeugt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.03.2010)

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