Die breit gefächerte heimische Technologiebranche bietet nach Angaben von Martin Mayer, Managing Partner der Personalberatung Iventa, eine Vielzahl an interessanten Karrierechancen. Starke, innovative Unternehmen würden schließlich immer die beste Basis für eine hoffnungsvolle berufliche Zukunft darstellen. Positiv: Bekanntlich zählt eine Reihe von heimischen Firmen zu den weltweiten Technologie- und Innovationsführern in ihren Geschäftsfeldern.
Laut Mayer werden aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation derzeit eher Leute gesucht, die über einschlägige Erfahrung verfügen. Nichtsdestotrotz sollten sich angesichts des generellen Technikermangels in Österreich Interessenten keine Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen. „Man muss zur Zeit vielleicht etwas länger suchen. Trotzdem ist eine gute und breite technische Ausbildung eine Jobgarantie“, so Mayer. Karrierechancen gebe es in vielen Bereichen. Sozialwissenschaftler hätten es weitaus schwerer bei der Jobsuche.
Auch Frauen legt der Experte die Branche ans Herz – wenngleich sie noch immer eindeutig von Männern dominiert werde. „Die Unternehmen hätten gerne mehr weibliche Mitarbeiter. Das ist mehr ein Angebotsproblem“, meint Mayer. Frauen würden sich vor allem gut für höher qualifizierte Positionen vor allem im Bereich Research & Development eignen. Leider hätten Initiativen der Politik – wie etwa der Mädchen-Techniktag an den Schulen – bislang nicht dazu beigetragen, die Zahl der weiblichen Techniker zu erhöhen.
Wichtig sei es nach Angaben des Iventa-Geschäftsführers in jedem Fall, dass sich junge Techniker besinnen, was sie können und erreichen wollen. Wen es in Richtung Research & Development zieht, dem legt er eine Universitätsausbildung nahe. Für anwendungsorientierte Tätigkeiten sei man wiederum mit einer Fachhochschulausbildung besser beraten. Ohne starken Willen und die entsprechende Opferbereitschaft werde man jedenfalls so oder so nicht weit kommen. Schließlich wären die Zeiten vorbei, in denen Uni- oder HTL-Absolventen von den Unternehmen hofiert wurden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.04.2010)














