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Österreich verstößt am öftesten gegen Meinungsfreiheit

23.03.2009 | 14:10 |   (DiePresse.com)

Kein Land in der EU wurde in den vergangenen zehn Jahren öfter vom Menschenrechts-Gerichtshof verurteilt: 24 Mal verstieß Österreich gegen die Meinungs- und Pressefreiheit.

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Österreich ist bei Verstößen gegen die Meinungs- und Pressefreiheit Spitze in Europa. Österreich kassierte laut dem Jahresbericht von 2008 des Straßburger Gerichtshofs in vergangenen zehn Jahren 24 mal ein Urteil wegen Verstößen gegen die Meinungs- und Pressefreiheit. Kein anderes EU-Land hat so viele Urteile wie Österreich in diesem Bereich aufzuweisen.

Zum Vergleich: Frankreich kassierte seit 1999 14 Rüffel des Menschenrechts-Gerichtshofs wegen Verstößen gegen die Meinungsfreiheit, Deutschland und Ungarn nur jeweils einen, Russland elf, Serbien zwei, die Slowakei fünf und Slowenien keinen. Nur die Türkei kam in mit 169 Verstößen auf mehr entsprechende Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Drei spekakuläre Verurteilungen 2006

Vor allem im Jahr 2006 gab es innerhalb weniger Wochen eine Reihe spektakulärer Verurteilungen Österreichs wegen Verstößen gegen die Meinungs- und Pressefreiheit. Siege trugen unter anderen die Verlagsgruppe "News" davon, etwa nach Veröffentlichung des Fotos eines Waffenherstellers im Jahre 2000, gegen den damals die Steuerbehörden ermittelten. Gegen "News" wurde damals eine einstweilige Verfügung erwirkt. Der Menschenrechtsgerichtshof entschied, die Veröffentlichung des Bildes sei "im öffentlichen Interesse gelegen".

Bei einem zweiten Fall ging es um die Veröffentlichung eines Briefes, in dem sich der Performance-Künstler Andre Heller im September 2000 über Politiker der FPÖ lustig machte. Eine Klage wegen übler Nachrede gegen Andre Heller selbst zog die FPÖ zurück, klagte aber "News", weil diese Hellers Aussagen aus dem "Kurier" nicht ordnungsgemäß zitiert hätten. Auch dieses Urteil sah Straßburg als nicht rechtmäßig an.

Zuvor hatte der ORF mit einer Beschwerde vor dem Menschenrechtsgerichtshof einen Erfolg erzielt. Der Sender war in Österreich wegen einer Reportage über die Neonazi-Organisation VAPO verurteilt worden.

Insgesamt wurde Österreich in den vergangenen zehn Jahren 142 mal von den Straßburger Richtern verurteilt. Spitzenreiter ist auch hier die Türkei, die auf 1.652 Verstöße kommt, die meisten davon, weil das Gericht die Bedingungen für faire Verfahren nicht erfüllt sah. Von den EU-Staaten kommt Italien mit 1.394 Verurteilungen am schlechtesten weg, die meisten Verstöße betraf die Dauer der Gerichtsverfahren.

 

(Ag./her)

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20 Kommentare
Gast: EU-Gegner
24.03.2009 10:13
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Menschenrechte a la Europa !

Die Türkofobie in Österreich ist wirklich beaengstigend.
Sogar bei einem Bericht über Österreich wird das Türkei-
Thema behandelt. Liebe Demokratiepraediger, kümmert
euch bitte um euren eigenen Kram !

Gast: Gast
24.03.2009 09:07
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puh

ich bin froh, dass es in russland doch noch etwas schlechter ist als hier in unserem schönen, guten österreich. nur sollte man sich doch immer an den besten orientieren und nicht mit den schlechtesten messen, oder ? aber hier ist - wie immer - alles in ordnung, und woanders ist es auch nicht viel schlechter (besser) ?

Antworten Gast: kritifax
25.03.2009 09:23
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Re: puh

Wer ist eigentlich der Beste?
Schade dass das nicht geschrieben wird. Aber typisch für unsere Jourmalistische Landschaft... leider.

Gast: ich
24.03.2009 08:54
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Der EUGH wirds wohl wissen...

Es ist doch so dass in unseren demokratischen Gesellschaften eine Zensur des Geldes herrscht. Das heißt nur eine Meinung mit dem nötigen finanziellen Hintergrund kann auch mehrheitsfähig gemacht werden. Auf der anderen Seite werden "finanzschwache" Ideen und Meinungen einfach totgekauft. Wo ist da der Unterschied zu Russland wo solche Meinungen halt totgeprügelt werden???

Gast: Menschenflüsterer
24.03.2009 08:38
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Die Presse muss es wissen

und man muss auch wissen, welche Inhalte zensiert werden.

Jeder Schrott darf gebracht werden, wenn es das arbeits- und leistungslose Einkommen der Hochfinanz nicht stört.

Antworten Gast: Menschenflüsterer
24.03.2009 08:52
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Re: Nicht zu fassen ...

... warum wird gerade heute wieder mal ein Beitrag von mir freigeschaltet, der sonst sicher nicht zugelassen wird?

Seltsam, mein Nickname Zeitwort wurde von euch für solche Inhalte gesperrt. Kann es sein, dass diese nur vor einem Jahr noch nicht erwünscht waren?

Anti-oesterreichisch ist nicht gleich globalistisch!

Oesterreich ist das meinungsfeigste Land Europas. Das liegt in erster Linie am Mangel an Zivilcourage seiner Buerger und erst in zweiter Linie am diesbezueglichen Vorbildcharakter oesterreichischer Medien, die nicht nur keine nationalen Medien sind, sondern effektiv auslandshoerig, weil vermutlich auslandsabhaengig.

Gast: Auslandsösterreicher
24.03.2009 00:34
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Habe ich etwas überlesen?

Österreich schneidet am schlechtesten ab wenn es um Pressefreiheit geht und der "Schreiberling dieser Zeilen" gleitet ab in Vergleichen mit Russland und am End bleiben die "bösen" Russen, Türken und Ukrainer über....

Ging es hier nicht um Österreich und dessen sehr eingeschränkten Presse -und Meinungsfreiheit?

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Österreicher singen ein Lied von der Demokratie!!

Das ist in den Bananenrepubliken eine übliche Proseduer!!!

Antworten Gast: Pandajäger
24.03.2009 15:06
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@ nomane

Liebes Ex-Pandabärli (panda82),

schreibe deinen Schwachsinn im rosa Blatt - danke !

Antworten Gast: schwülsindallekebabül
24.03.2009 07:39
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Re: Österreicher singen ein Lied von der Demokratie!!

ihre beiträge sind gleich billig wie die türkischen handy-ramschgeschäfte und die figuren die daran herum fleuchen.

Gast: Schlechtmensch
23.03.2009 19:24
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Gspassig

Wenn das keinen Unterhaltungswert hat: massivste Einschränung der Meinungsfreiheit durch politische Korrektheit u.a. ist natürlich nirgends einklagbar!! Da wird dann bereits das Vorbringen von Argumenten bestraft. Aber über Randbereiche (News, Ándre, ....) wird viel Schaum geschlagen. Kabarretisten habens heute wirklich nicht leicht.

da sind die zensierten postings noch nicht mitgezählt!


Gast: Ger
23.03.2009 16:58
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Meinungsfreiheit

Wo gibts die den noch. Heute regiert das Diktat der political correctness und des Gutmenschentums.

Zur Zeit sind nur noch die Gedanken frei. aber wie lange noch?


Antworten Gast: Schätzchen die Gedanken sind FREI
23.03.2009 22:17
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Re: Meinungsfreiheit

übertreiben wollen wir¿s net, Gedanken waren immer frei, sind frei und bleiben immer frei eine wunderbare Ressource im Leben

sollten einmal alle Gedanken für jedes Gegenüber sichtbar gemacht werden können, so wäre dies das totale AUS oder

Antworten Gast: Arnot
23.03.2009 17:48
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Re: Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit gibt es halt nur, solange die Phrasen der Gutmenschen übernommen werden.

Alles andere ist keine Meinungsfreiheit, sondern Volksverhetzung. Und alle drei Gewalten Politik, Polizei und Justiz spielen dieses immer extremer werdende Spiel auf den Rücken freier Bürger wunderbar mit.

Der normale Bürger hat überhaupt nichts mehr zu melden. Noch weniger heute, als zu Zeiten des Kaiserreichs. Und das ist genau so gewollt.


Antworten Antworten Gast: uralt
24.03.2009 09:59
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Re: Re: Meinungsfreiheit

Das Volk hat immer die Regierung die von ihm gewünscht wird. Für was gibt es sonst Wahlen.

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Re: Meinungsfreiheit

da der calvinistische Einfluss immer größer wird, werden auch die Gedanken noch verboten werden.
Der generelle Verdacht bei Verkehrsangelegenheiten und Computereinsätzen ist inzwischen schon fast gesellschaftfähig.

Absolute Zahlen uninteressant

Da muss man doch dazuschreiben, wieviele Beschwerden es insgesamt jeweils gegeben hat. In Oesterreich tobte im Betrachtungszeitraum der von links angeordnete "Kampf gegen Rechts" bekanntlich besonders wild, erwidert durch eine entsprechende Menge von Klagen gegen die Medien.

Antworten Gast: plebs potus
23.03.2009 15:41
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Re: Absolute Zahlen uninteressant

nur dass, wenn man die Zeit die Politiker in den Medien verbringen dürfen, die sogenannten "extremen" Linken (lt. Presse-FPÖ-KAmpfpostern) WESENTLICH weniger mediale Präsenz haben (u.a. im ORF) als die extreme Rechte....