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Bregenzer Festspiele: Beifall für Aida-Premiere

23.07.2009 | 07:51 |   (DiePresse.com)

Nach der offiziellen Eröffnung am Vormittag haben die Bregenzer Festspiele am Abend mit der Premiere der Verdi-Oper "Aida" begonnen. 7000 Besucher waren bei dem Open-Air-Spektakel auf der Seebühne.

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Nach der offiziellen Eröffnung am Vormittag haben die 64. Bregenzer Festspiele am Mittwochabend mit der Premiere der populären Verdi-Oper "Aida" auf der Seebühne auch das künstlerisch Programm aufgenommen. Knapp 7.000 Besucher - darunter Bundespräsident Heinz Fischer und mehrere Regierungsmitglieder - erlebten das Open-Air-Spektakel, bei dem die optischen Eindrücke und die gigantische Bühnenmaschinerie der Musik fast den Rang abzulaufen drohten.

Zwei turmhohe Kräne "spielen" mit und fügen Teile des Bühnenbildes nach Bedarf zusammen, ein bronzefarbener Riesen-Elefant dient dem siegreichen Feldherren Radames als Reittier. Auch der Bodensee wird in das Spiel integriert und mimt gewissermaßen das jährliche Nil-Hochwasser; in knöcheltiefem Nass feiert etwa das Ballett den Sieg der Ägypter über die Äthiopier. Zuletzt werden Radames und Aida nicht libretto-gemäß eingemauert, das tragische Liebespaar entschwebt per Papyrus-Totenschiff mittels Kran-Hilfe in den Nachthimmel.

Unkonventionelle Inszenierung

Die Premierengäste schienen mit der unkonventionellen Inszenierung des Briten Graham Vick, dem Bühnenbild und den Kostümen von Paul Brown, der Choreographie von Ron Howell, der Lichtregie von Wolfgang Göbbel, den famosen Sängerleistungen sowie dem von den Wiener Symphonikern unter Maestro Carlo Rizzi aus dem Festspielhaus beigesteuerten Verdi-Sound überwiegend zufrieden und sparten nicht mit Szenenbeifall und anhaltendem Schlussapplaus.

Aida steht heuer bis 23. August auf dem Programm und wird im Sommer 2010 wieder aufgenommen, am Freitag (24.7.) wird die neue Bregenzer Seebühnenproduktion im Fernsehen (ORF 2) übertragen.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: citoyen
23.07.2009 08:22
0 0

Eh gut!

Die Inszenierung ist nicht die meine. Man muß nicht krampfhaft versuchen, in das Werk Dinge hineinzuinterpretieren, die Verdi so nicht gemeint hat.

Modernismus um jeden Preis, Gegenwartsbezug
muß heute halt einfach sein, die Bühnentechnik steht vor dem Werk. Den Triumphmarsch habe ich übrigens noch nie so beiläufig und unspektakulät gesehen und gehört. Politisch korrekt, höchstwahrscheinlich....

Aber: Aida ist eine große Oper, die Darsteller singen gut (Radames) bis hervorragend (Aida) und die Seebühne ist ein großartiger Rahmen.

Ich wette, daß die offizielle Kritik begeistert sein wird. Mir auch recht; meine nächste Aida sehe ich jedenfalls wieder in Verona, wo Werktreue und großes Spektakel noch seinen Platz hat.