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Nach Kino-Blutbad: Warner zieht Trailer zurück

22.07.2012 | 15:38 |   (DiePresse.com)

Der Clip für "Gangster Squad" weist eine Parallele zu dem Massaker bei der "Batman"-Premiere in Aurora auf. Auch der Filmstart wackelt.

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Nach dem Massaker in einem Kino in Colorado mit zwölf Toten hat das US-Filmstudio Warner die Werbung für den kommenden Streifen "Gangster Squad" zurückgezogen. Der Grund ist eine seltsame Ähnlichkeit zum Massaker von Aurora: In dem Trailer schießt eine Gruppe von Gangstern durch die Leinwand auf das Kinopublikum, das in Panik zu fliehen versucht.

In Aurora hatte in der Nacht zum Freitag ein Mann während der Mitternachtspremiere des neuen Batman-Films "The Dark Knight Rises" auf das Publikum gefeuert und zwölf Menschen getötet.

Der "Los Angeles Times" zufolge steht nun auch der Start von "Gangster Squad" zur Disposition. Ursprünglich sollte der Film im September in den USA anlaufen. In dem Streifen spielt Sean Penn einen Gangsterboss im Los Angeles des Jahres 1949. Der Trailer lief ausgerechnet im Vorprogramm von "The Dark Knight Rises".

 

(APA/dpa)

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3 Kommentare

irgendwann wirds lächerlich

gut, wenn der Film am nächsten Abend angelaufen wäre, hätte man darüber reden können - aber bei der Premiere im SEPTEMBER??

Außerdem ist das ja kein billiger splatter-gore-Dreck (auch wenn die oft witziger sind als Hollywood-Kommödien) sondern ein seriöser und - wenn man den Vorberichten glauben darf - gut gemachter Film.

Entmachtung der Bürger feiert fröhliche Urstände!

Nun traut man den Bürger nicht mehr zu, zwischen einen Film und reales zu unterscheiden!

Ab jetzt nur noch "gewaltfreie Berichterstattungen"?

Wenn man die in diesem Artikel geschilderte Reaktion des Filmverleihs von Gangster Squad"
zur Faustregel künftiger Produktionspolitik nimmt, dann landen wir vermutlich bei einer nicht enden wollenden Verfilmungen von Rosemunde Plicher-Romanen. Und in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen werden nur noch positive Nachrichten publiziert. Etwa wie im seinerzeitigen "Neuen Deutschland" in der DDR, das nur so von neuen Ernterekorden diverser Landwirtschaftlicher Genossenschaften strotzte.

Mich erinnert das alles aber auch noch an die Reaktionen von 9/11: Man wolle nur ja nicht mehr die armen Völker dieser Welt mit typisch westlicher Reichtumsprotzerei "provozieren"! Und künftige öffentliche Bauten sollten möglichst flach sein, weil hohe Türme wie die beiden gesprengten World Trade Tower als "Symbole für westliche Dominanz" über (vor allem) die islamische Welt "förmlich zu Attentaten einladen". Und, ja, auch Hollywood hatte hoch und heilig versprochen, "künftig nur noch gewaltfrei Filme zu drehen"! Tatsächlich hatte man damals bereits fertig gedrehte Action-Thriller zunächst zurück gehalten. Nach einer gewissen "Schamfrist" hatte man es dan aber doch noch nachgeholt. Genau so und nicht anders wird´s wohl auch diesmals sein. Denn schließlich will man ja mit rasantem Leindwand-Geballere gute Dollars verdienen...