Der britische Schauspieler David Cameron ist im Alter von 79 Jahren am Dienstag in Wien gestorben, berichtet "orf.at". Cameron war vier Mal verheiratet, unter anderem mit der deutschen Schauspiel-Kollegin Hildegard Knef (1962 bis 1976). Cameron wirkte in Fritz Langs "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" (1960) und der Tennessee-Williams-Verfilmung "Suddenly, Last Summer (1959) an der Seite von Elizabeth Taylor und Montgomery Clift mit.
Im deutschsprachigen Raum wurde der in London als Antonio Palastanga geborene Schauspieler vor allem als Darsteller in TV-Serien bekannt. Er spielte in "Die Schwarzwaldklinik", zwei "Kommissar Rex"-Folgen und "Tatort" mit. Cameron übersetzte Knefs Autobiografie ("Der geschenkte Gaul") sowie ihr Buch "Das Urteil" ins Englische und verfasste selbst 1987 seine Autobiografie "Auf die Füße gefallen".
In einem Interview vor zwei Jahren sagte Cameron, dass er es nicht bereut habe, seine Schauspielkarriere in den 1960er Jahren für Knef (1925-2002) aufgegeben zu haben: "Ich war ja auch nie ein Star-Schauspieler, obwohl die Möglichkeit in Amerika eventuell da gewesen wäre. Man sagte mir das jedenfalls damals. Und weil ich nicht unschön aussah, waren eigentlich alle Star-Wege geebnet. Aber ich hatte keine richtigen Ambitionen ein Star zu werden. Hilde war der geborene Star. Mit allen Star-Allüren, die es überhaupt gibt."