Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski will ins Filmgeschäft einsteigen - und zwar mit einer Adaption des Shakespeare-Klassikers "Romeo und Julia". Damit soll nicht nur die Strahlkraft der Marke gestärkt, sondern auch sofort Geld verdient werden, wird Nadja Swarovski-Adams, Chairwoman der neu gegründeten Swaroski-Sparte "Swarovski Entertainment", vom Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe zitiert.
Kinostart im November 2013
"Swarovski Entertainment" sei als "Profit Centre" konzipiert, betonte Swarovski-Adams. Die Shakespeare-Adaption "Romeo und Julia" für die Oscar-Preisträger Julian Fellowes, der 2002 einen Oscar für seine Arbeit für "Gosford Park" erhielt, das Drehbuch schreibt, soll - je nach dem Ergebnis der aktuell laufenden Verhandlungen mit US-Filmstudios - im Februar oder November 2013 im Kino starten. Wahrscheinlicher Ort der Europa-Premiere werde Wien sein. Neben dem Ticketverkauf soll sich die Produktion durch Merchandising-Produkte wie einer eigens kreierten Romeo-und-Julia-Schmucklinie und einer CD mit der Filmmusik refinanzieren. Marketing und Werbung für den Schmuck fehlen also nicht.
Wattens soll sich weiterentwickeln
Der Standort in Wattens, der auch Stammsitz der Gruppe ist, sei langfristig gesichert. Die mehr als 3000 Mitarbeiter in der Produktion sollen gehalten werden. "Wir werden das in dieser Zahl halten können, auch aufgrund unserer Wachstumsstrategie", erklärte der Chef der Kristallsparte des Swarovski-Konzerns, Markus Langes-Swarovski, gegenüber dem Magazin. In Tirol sollen in Zukunft "vor allem großvolumige Serien in allerhöchster Qualität" produziert werden. Um den Standort weiter zu entwickeln, sei mit der Marktgemeinde Wattens die gemeinsame Firma "Destination Wattens GmbH" unter der Leitung des ehemaligen Kristallwelten-Chefs Andreas Braun gegründet worden.
Im Strudel der Krise
2011 habe die Gruppe 2,87 Milliarden Euro umgesetzt, im ersten Halbjahr sei ein Plus von sieben Prozent verzeichnet worden. Dabei habe die kleinste Sparte, die Optik KG, mit zehn Prozent am stärksten zugelegt, der größte Bereich Kristall sei um acht Prozent gewachsen, Tyrolit Schleifmittel um fünf Prozent. Die Wirtschaftskrise in den südlichen Ländern Europas mache sich auch bei Swarovski bemerkbar: "Griechenland liegt auf einem Viertel des Niveaus von vor der Krise", so Langes-Swarovski.
(APA)
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