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Ulrich Seidl wegen Blasphemie in Italien angezeigt

04.09.2012 | 08:48 |   (DiePresse.com)

Die ultrakonservative katholische Gruppe „NO 194“ ist über den in Venedig gezeigten Film „Paradies: Glaube“ empört. Seidl, Hofstätter und die Leitung des Filmfestivals wurden wegen Blasphemie angezeigt.

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Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl bekommt Probleme mit der italienischen Justiz. Die ultrakonservative katholische Organisation "NO 194" hat nach der Uraufführung des Wettbewerbsfilms "Paradies: Glaube" bei den Filmfestspielen von Venedig Anzeige wegen Blasphemie erstattet, berichtete die katholische Webseite "Pontifex". Der Vorwurf richtet sich gegen den Filmemacher, die Schauspielerin Maria Hofstätter, die Filmproduzenten sowie die Leiter des Festivals. Weder das Filmteam noch das Festival wollten die Anzeige am Montag kommentieren.

Die Katholikin Anna Maria weiß, was es heißt, ein Kreuz zu tragen. Und mit ihrer Muttergottes-Statue geht sie von Haus zu Haus und missioniert. Mit ihrer Gebetsgruppe kämpft sie dafür, dass „Österreich wieder katholisch wird“. Gottesfürchtig rutscht sie auf den Knien, geißelt sich mit Peitsche und Gürtel. Und nachts, nach dem Abendgebet, wird aus ihrer metaphysischen Liebe zu Jesus auch eine physische – per Selbstbefriedigung mittels Kruzifix.

Solche Szenen, gespielt von der Schauspielerin Maria Hofstätter, provozierten bei der Premiere von „Paradies: Glaube“, dem zweiten Teil einer Trilogie des österreichischen Filmemachers Ulrich Seidl, bei den Filmfestspielen in Venedig am Wochenende spontanen Applaus und sogar Lacher. Der „Corriere della Sera“ prognostizierte freilich: „Die Skandalszenen des Films werden Diskussionen auslösen und Katholiken irritieren.“ In der Tat zeigten sich katholische Medien wie „Pontifex“ vor allem über die Kruzifix-Szene empört.

Abtreibungsgegner kritisieren Film

Pietro Guerini, Gründer der ultrakonservativen Organisation NO 194, die sich gegen Schwangerschaftsabbruch engagiert (sie ficht das Gesetz Nr. 194 an, das diesen seit 1978 ermöglicht), hat nun Ulrich Seidl, Maria Hofstätter und die Leitung des Filmfestivals wegen Blasphemie angezeigt. „Im Gegensatz zu den Moslems reagieren wir Katholiken nie, wenn unsere Religion beleidigt wird, doch diesmal ist die Grenze der Toleranz überschritten worden“, sagte Guerini zur APA: „Italien und Österreich sind Länder mit katholischer Tradition, die verteidigt werden muss.“

Es sei ihm zwar bewusst, dass diese Anzeige wahrscheinlich gute PR für Seidls Film sei, er hoffe trotzdem auf eine Verurteilung Seidls – es ginge darum, den katholischen Glauben zu verteidigen. „Meiner Ansicht nach würde er sogar eine Haftstrafe verdienen, weil er mit seinen blasphemischen Szenen nicht nur die katholische Religion, sondern auch diejenigen beleidigt, die Katholiken sind. Laut italienischem Recht wird es jedoch lediglich zu einer Geldstrafe kommen.“

„Ich weiß schon, dass diese Szene eine gewisse Überschreitung eines Tabus ist“, sagte Seidl im österreichischen Filmmagazin „Celluloid“: „Aber für mich ist es nicht viel mehr als ein Weiterdenken im Sinne dieser Figur, dieser Frau.“ Vom Vatikan gab es bei Redaktionsschluss noch kein Statement zu Seidls Film. APA/alv

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2012)

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162 Kommentare
 
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Gast: Analyst
04.09.2012 14:36
4 1

Ein Grund mehr, ...

... dass auch von staatlicher Seite mit dem religiösen Unfug aufgeräumt wird. Wenn die Relkigionsgemeinschaften zu vereinen erklärt werden, Religionsunterricht abgeschafft und und alle gesetzlichen schutzparagraphen endlich für nichtig erklärt würden, dann kann sich auch kein Mensch wegen Belustigung über die Fiktion, andie manche glauben, angeklagt werden. Und das müsste für alle Religionen gelten! Dazu sollte auch die Mitgliedschaft in diesen vereinen erst mit Volljährigkeit möglich sein - wenn jeder Mensch selbst entscheiden kann.

Die AAtheisten wollen immer alles ruinieren, was sie

nicht verstehen. Solange sie nicht gewalttätig werden, geht es ja noch.

Gast: rai 1
04.09.2012 12:54
4 3

Freiheit der Kunst

Auch wenn ich hier absolut für die Freiheit der Kunst bin, sehe ich bei der hier geübten Religionskritik ein Manko. Dieses Manko besteht durch die Ungleichbehandlung der Religionen. Es ist halt leichter die RK zu kritisieren als den Islam, andere Religionen und Sekten. Hier wäre es ebenso wichtig deren absurde Ansichten und Auswüchse aufzuzeigen

Nein

Die Ungleichheit besteht einzig darin, dass alle ("anerkannten") Religionen sich ihren Unsinn schützen lassen können, aber die Freiheit von Religion und die Vernunft als einzige Geisteshaltung nicht per Gesetz geschützt sind. Das ist so absurd mittelalterlich dass es einem eigentlich die Sprache verschlägt.

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Re: Nein

Ganz im Gegenteil ist es mittelalterlich, sich über Religionen zu unterhalten. Da ist bislang nie was Gutes herausgekommen. Es gibt keinen Grund zwischen Leuten mit unterschiedlicher religiöser Anschauung darüber zu diskutieren. Religion hat daher in der öffentlichen Diskussion nichts verloren. Das ist eine reine Privatsache. Es geht die Religion des anderen niemanden etwas an und niemand sollte andere mit seiner Religion behelligen.

Da kann man sich wirklich an den Juden ein Beispiel nehmen. Die kümmern sich um die Religion der anderen überhaupt nicht.

Es ist sehr interessant sich mit anderen Religionen zu beschäftigen und sich diese auch von deren Anhängern erklären zu lassen. Aber Kritik geht einfach nicht. Allein deswegen, weil Kritik den Gläubigen selbst zumeist untersagt ist; also gewisse Dinge in Frage zu stellen. Es ist nicht nötig, dass man das gut findet. Es geht einen einfach nichts an was andere diesbezüglich tun oder lassen und warum.

Re: Re: Nein

So ist es! Allerdings habe ich noch keine Religion erlebt die Andersgläubige unbehelligt lassen!

Das wirklich perverse ist ...

dass es so etwas wie einen Blasphemieparagraphen in der Gesetzgebung eines modernen Staates überhaupt noch gibt.

Märchenglaube wird unter staatlichen Schutz gestellt.
Für Vernunft gibt es diesen Schutz jedenfalls nicht und Religion darf durch den verzapften Unsinn jederzeit meine Intelligenz beleidigen.

Antworten Gast: Net Vergessen!
04.09.2012 12:24
7 0

Re: Das wirklich perverse ist ...

Es gibt auch noch den Paragraphen, Verletzung von religiösen Gefühlen, gerne wird für Verschärfung dadurch gesorgt das die Verletzung religiöser Gefühle gleichzeitig auch Volksverhexung ist!

Allerdings kann jeder eine Religion Gründen, so gab's von den Piraten die Idee einer Raubkopiereligion, das Verbot von Raubkopie würde damit eine Einschränkung der Religiösen Pflichten darstellen und die Urheberrechtsindustrie begeht eine Verletzung von Religiösen Gefühlen...

Angedacht in Schweden meines Wissens...

Genau ...

"Verletzung religiöser Gefühle" ist ja kaum etwas anderes.

Und wieder wird die Verletzung meiner rationalen Gefühle und die Beleidigung meiner Vernunft nicht geahndet, wenn Religiöse mir zumuten Schwachsinn zum Thema Kreationismus, Sexualität außerhalb der Ehe, Sinnhaftigkeit von Selbstmordattentaten, Richtigkeit von Steinigung als Strafe bei Ehebruch oder Existenz von Wundern anzuhören.

Sosehr ich die Reaktion "dann machen wir halt eine Religion daraus" angesichts dieser Umstände verstehe, richtiger wäre es immer noch, den Artenschutz der Religionen im Gesetz endlich abzuschaffen.

Re: Das wirklich perverse ist ...

Ja, das ist nachgerade unfassbar, genau wie manche posts hier...

I Jahr 2012 haben die mit den Alu-Hüten noch immer Macht, kaum zu glauben...Gegen jede organisierte Verdummung - egal welche Symbole sie trägt!

Privat soll jeder glauben und beten was und zu wem er möchte, aber im Staat hats nix verloren.

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Juristisch interessant:

Da kann man wegen Lästerung von etwas angezeigt werden, das es gar nicht gibt.
Verkehrte Welt ...

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Charaktermenschen

Es gehört heute wirklich nicht mehr viel dazu, religiöse (christliche) Menschen, Kirche, Papst und Priester zu verumglimpfen und sich über sie lustig zu machen. Es gehört keine Charakterstärke dazu sie ins Lächerliche zu ziehen. Der Applaus ist einem dabei sicher. Die Menge gröllt vor Begeisterung.
Charaktermenschen erkennt man mittlerweile daran, wenn sie sich gegen den Mainstream zur Kirche und zu Gott bekennen.
Mit dem atheistischen Strom zu schwimmer erfordert wirklich keine Überwindung. Das ist einfach. Chraktermenschen schwimmen aber gegen den Strom.

Re: Charaktermenschen

Charakter ist eine Sache der Persönlichkeit und hat mit Religionen nichts zu tun! Meine persönliche Erfahrung hat mich eher das Gegenteil gelehrt. Manche religiös eingestellte Menschen erheben den Anspruch dass ohne Religion eine Charakterbildung nicht möglich wäre. Ich würde eher sagen: Charakterbildung ist auch trotz Religion möglich. Meiner Erfahrung nach kommen Menschen mit einem unglaublich guten und schönen Charakter auf die Welt. Erst die gesellschaftliche (V)Erziehung ändert daran vieles. Ich meine keineswegs eine Erziehung die in Wirklichkeit eine Verblödung ist. Vielmehr denke ich dass es wichtig ist ein gegenseitiges generationsübergreifendes Lernen zu betreiben.Das Selbstwertgefühl zu stärken ist eine der wichtigsten Aufgaben. In meinem Leben konnte ich nicht feststellen, dass mir eine Religion da weiterhelfen konnte, obwohl ich einmal ein sehr religiöser Mensch war. Seit ich mich von Religionen abgewandt habe, fühle ich mich freier, leichter, glücklicher.

Die Realität richtet sich nicht nach dem Strom

Abgesehen davon ist Atheismus nach wie vor ein ziemliches Minderheitsprogramm in Österreich oder Italien, und schon überhaupt wenn man sich die Haltung von Staat und Parteien ansieht.
Wenn man da also mitschwimmt, dann immer noch mit einem ziemlich unbedeutenden Bächlein im Vergleich zum katholischen und oft sogar immer noch frömmelnden Mainstream.

Antworten Gast: Der Glaube!
04.09.2012 12:11
7 0

Re: Charaktermenschen

Es kann jeder glauben an was er will, da kann die Umgebung noch so beleidigend und herabwürdigend sein, es wird niemand er Glaube genommen, oder verletzt...

Anderseits geht es nicht an das diese selbsternannten Vertreter Gottes der Menschheit die Faust aufs Auge drückt und terrorisiert, und diese Gottesvertreter sind der absolute Abschaum der Welt, wenn das jemand als Problem ansieht, dann soll er die Bilanz jeder Religion ansehen, und jene die durch diesen Abschaum getötet wurden und werden, wenn man sich dadurch Verletzt fühlt, es gibt weltliche Einrichtungen die helfen, ganz ohne Gott!

Glaube ist eine reine Privatangelegenheit, dafür braucht es keine Tempel, keine Priester, keine Bücher und man kann damit wunderschön seine Gedanken freien lauf lassen!

Re: Charaktermenschen

Es gehört sehr wohl Charakterstärke dazu.

Alleine die Tatsache, dass es "Blasphemie"-Paragraphen gibt, welche religionskritische Menschen kriminalisieren, zeigt schon, wieviel Macht die religiösen Organisationen haben.


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Hauptproblem Fadesse

von Kultur Bohos [ (c)Tom Wolfe ] hoch gelobt, an der Kasse wegen Fadesse keine Einspielergebnisse, der ORF muss dann die dumpfen Machwerke im Spätabend als (halbfreiwilliger) Partner abspielen. So schaut,s aus. Alles munter am Publikum vorbeigefördert. Daher wird das Medium Film bei uns weiter dümpeln. Da freuen sich dien amerikanischen Verleiher. Was Herr Seidl da mit langweiligen und uncharismatischen Schauspielergesichtern als Provokation verfilmt ist einfach nur fad. Unter wirklichen, am freien Markt agierenden Profis, würde er glatt baden gehen - mit oder ohne Kruzifix und dem ganzen altbackenen szenischem Getue. Ist halt schwer Geschichten gut zu erzählen und lebendig rüber zu bringen. Mit billiger Provokation kommt man (ohne Publikum) auch so in die Medien. Bringt immerhin 0,1% mehr Publikum vor der Versenkung im Leinwand Orkus.

Re: Hauptproblem Fadesse

So ein hanebücherner Unsinn.

Gerade Seidl (und Haneke) sind die Filmemacher die gerade am "freien Markt" (oh du heiliger!) bestehen, und von allen Verleihfirmen gerne ins Programm genommen werden.

Informierens sich doch bevor wieder so Allgemeinplätze kommen, ist ja furchtbar!

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Re: Re: Hauptproblem Fadesse

Irrtum, aber es geht vor allem um die Epigonen, die kleinen Hanekes, die im vorauseilenden Gehorsam Scripte bei den diversen Stellen einreichen, deren mangelndes Interesse beim Publikum schon vorprogrammiert ist. Wenn sie sich ein Bißchen in der Szene bewegen, die Ohren nur etwas weiter aufmachen, dann bekommen sie dazu von machVerantwortlichem an den Fördertöpfen augenöffnende und Mund offenlassende Äußerungen zu hören. Übrigens, erliegen sie nicht der Prpaganda: Auch der Haneke Produzent Dr. Heiduschka weiß als alter Fuchs wo er welche Töpfe in Europa anzapfen kann. So nebenbei hat sich Haneke auch über mangelnden Publikumszuspruch in Österreich beschwert! Nur, um Haneke geht es nicht, der ist formal ein guter Mann ( über Inhalte kann man streiten), es geht um die " Seidl's" und weitere Feuilleton Artisten, noch ein paar Stufen darunter.

Re: Re: Re: Hauptproblem Fadesse

Ah, und Seidl ist kein "guter Mann"?

Deswegen ist vermutlich auch in Deutschland, Frankreich und sogar in den USA in Cineastenkreisen bekannt...

Habens Hundstage gesehen?

Antworten Gast: RRP
04.09.2012 11:02
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Bob nicht Boho

Bobo = Bohemien bourgeois

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Re: Bob nicht Boho

Sorry, er nannte sie im englischen Original "Boho Dancers".

Scheint ein neuer Modetrend zu sein

... zieht im Moment besonders gut. Kruzifixmasturbation, pussy riot suppenhendl usw. Die feine Klinge der Provokation ist in der Kunst verflogen. Zur Zeit regiert der Kettensägenartist!
Man mag zu Religionen stehen wie man will, man mag auch sonst zu diversen Weltanschauungen stehen wie man will! Ich glaube nicht, dass man mit Überprobokationen viel erreichen wird. Und an all die kämpferischen Atheisten: Auch ich bin kein Freund der Religionen, aber mit der Holzhammermethode ist keine Aufklärung möglich!

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Re: Scheint ein neuer Modetrend zu sein

Auch ich bin kein Freund der Religionen, aber mit der Holzhammermethode ist keine Aufklärung möglich!

was hat das bitte mit Aufklärung zu tun? Alles andere darf (klar, why not) lächerlich gemacht werden, nur ein science fiction Märchen wie Relighion nicht?
Schon mal was von "Millionen Fliegen können nicht irren ..." gehört?

Re: Re: Scheint ein neuer Modetrend zu sein

Da haben Sie mich glaube ich falsch verstanden! Na klar kann man sich über alles lustig machen. Ich habe halt die Erfahrung gemacht dass ich mit der feinen Klinge mehr Leute davon überzeugen konnte, sich selbst zu bilden und die mittelalterlichen Paradigmen abzulegen. Und bei manchen Pragmatikern gibt es sowieso nicht die geringste Einsicht! Da macht dann ab und zu allerdings ein bisschen gröber zu schrubben schon Spaß!

Gast: dynamis
03.09.2012 22:53
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Denn Seidl weiß, was er tut.

1. Er ist Geschäftsmann: Gibt es ein besseres Marketing als die Skandalmethode?
2. Er ist Künstler: Er dreht tatsächlich sehr sehr gut und gekonnt.
3. Er ist ein Opportunist: NIEMANDES reiligiöse Gefühle oder weltanschuliche Positionierung sonst würde er je wagen, derart zu beleidigen wie die der Christen.


 
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