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Mohammed-Film: Iran nimmt nicht am Oscar teil

25.09.2012 | 06:14 |   (DiePresse.com)

Teheran zieht seinen Beitrag aus Protest zurück und beklagt, dass es keine "offizielle Position" der USA zu dem Mohammed-Video gebe, das in der islamischen Welt für Unruhen sorgt.

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Der Iran nimmt wegen des in den USA produzierten antiislamischen Mohammed-Films nicht am nächsten Oscar-Wettbewerb teil. Der iranische Beitrag für die Verleihung der begehrten US-Filmpreise, "Ein Stück Zucker", sei zurückgezogen worden, sagte Kulturminister Mohammad Hosseini laut einer Meldung der Nachrichtenagentur ISNA vom Montag. Im Februar war das iranische Ehedrama "Nader und Simin - eine Trennung" des Regisseurs Asghar Farhadi bei der Oscar-Verleihung in Hollywood mit dem Preis für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet worden.

Bei dem Streifen "Unschuld der Muslime" handle es sich um eine "nicht hinnehmbare Beleidigung" des Propheten Mohammed, sagte Hosseini und forderte alle anderen islamischen Länder auf, ihre Oscar-Beiträge ebenfalls zurückzuziehen.

Der Minister beklagte, dass es keine "offizielle Position" der USA zu dem Video gebe, das zu teils gewalttätigen Protesten in der islamischen Welt geführt hatte. Die US-Regierung hatte ihr Bedauern über den Inhalt des Films ausgedrückt, zugleich aber auf die Meinungsfreiheit verwiesen. In Teheran hatten mehrere friedliche Demonstrationen gegen das Video stattgefunden.

(APA/AFP)

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3 Kommentare
Gast: Jury-Mitglied
26.09.2012 07:36
1 0

The winner is...

Jösses, die wird man da schwer vermissen.

Es sollte ein Spezialoskar fuer den "Film mit dem besten aufklärerischem Effekt in der islamischen Welt" geben.

Gast: Chefinspektor1
25.09.2012 11:56
2 0

Korrekturbedürfnis

"Der Minister beklagte, dass es keine "offizielle Position" der USA zu dem Video gebe, das zu teils gewalttätigen Protesten in der islamischen Welt geführt hatte."

1. Barak Hussein Obama und Hillary Clinton haben sich umgehend und in aller Form von diesem "Schmähvideo" (Unwort des Jahres) distanziert. Ganz nach dem Vorbild Arthur Chamberlains Duckmäuserpolitik in den 30er Jahren.

2. Barak Hussein Obama hat persönlich angeordnet, dass in 7 pakistanischen TV-Sendern Entschuldigungswerbespots laufen, in denen sich die Vereinigten Staaten abermals - appeasementkonform - distanzieren.

3. Der Iran schickt keine Propaganda-Beiträge nach Hollywood. Aha, soso. Ich gehe mal davon aus, dass die USA nun nicht auf Defcon 3 gehen werden. Ich übrigens auch nicht.

Ich hoffe ich irre mich:

Falls die Argumentation folgendermaßen funktioniert, Youtube-Video = Film, Oscar = Film, Oscar = böse, dann wissen wir, mit welch intellektuell hochstehender Kultur wir es hier zu tun haben. :-)