Der österreichische Filmemacher Ulrich Seidl hat seine Filme "Paradies: Liebe" und "Paradies: Glaube" von der diesjährigen Viennale (ab 25. Oktober) zurückgezogen. Die anvisierten Termine um jeweils 18 Uhr fand der Regisseur nicht akzeptabel. "Österreichische Filme werden in den Vorabend verräumt", ärgerte sich Seidl in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem "Kurier". Die Viennale, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, bedauerte die Entscheidung außerordentlich.
"Ich schulde meine Entscheidung jedoch der Autonomie des Festivals und den Möglichkeiten einer freien Programmgestaltung", rechtfertigte sich Festivaldirektor Hans Hurch.
Seidl hatte sich für die ersten beiden Teile seiner "Paradies"-Trilogie eine Vorführung im Hauptabend gewünscht. Die beiden Filme waren in den Wettbewerben von Cannes und Venedig uraufgeführt worden, für "Paradies: Glaube" erhielt Seidl am Lido den Spezialpreis der Jury.
(APA)
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