Der geplante Umbau des Metro Kinos zum neuen Wiener Filmkulturzentrum des Filmarchivs Austria hat sich lange verzögert. Eigentlich hatte man geplant, bereits zur heurigen Viennale den Rückbau des Kinosaals in seine ursprüngliche Form und die Einrichtung eines zweiten multifunktionalen Veranstaltungssaals in der Beletage des Hauses präsentieren zu können. Doch jetzt erst konnten die Arbeiten im seit 9. Jänner geschlossenen Innenstadtkino beginnen. Das neue Ziel für die Fertigstellung ist nun Herbst 2013, heißt es aus dem Filmarchiv. "Wir wollen spätestens mit der Viennale wiedereröffnen - aber vielleicht sogar früher", so ein Sprecher.
Nur eine Baustelle pro Gasse
Die massive Verzögerung ist nicht zuletzt den Baumaßnahmen im gegenüberliegenden Finanzministerium geschuldet, die bis vor kurzem andauerten. In der engen Gasse waren zwei Baustellen gleichzeitig nicht darstellbar. Genaueres zum weiteren Baufortschritt und den Zukunftsplanungen möchte das Filmarchiv in den kommenden Wochen bekannt geben.
Das Metro Kino hatte zum Jahresanfang geschlossen, worauf das Filmarchiv unter dem Titel "Kino der Orte" mit einem speziellen Wanderprogramm ungewöhnliche Lokalitäten in Wien bespielte, darunter die Katakomben am Laurenzerberg oder den Narrenturm.
Zur heurigen Viennale hatte das Metro Kino in der alten Form nochmals seinen großen Auftritt, etwa mit einem Clubkonzert von Altpunkerin Patti Smith.
(APA)
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