Europäischer Filmpreis: Haneke, Tiesel und Sackl nominiert

30.11.2012 | 14:55 |   (DiePresse.com)

In Malta werden am Wochenende zum 25. Mal die europäischen Filmpreise vergeben. Michael Haneke darf in sechs Kategorien auf eine Auszeichnung hoffen.

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Am 1. Dezember werden in Valletta (Malta) zum 25. Mal die Europäischen Filmpreise verliehen. Gleich mehrere Österreicher dürfen sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. In sechs Kategorien ist Regisseur Michael Haneke mit seinem bereits in Cannes mit der Goldenen Palme gekürten Werk "Amour" ("Liebe") nominiert. Steve McQueens "Shame" und Thomas Vinterbergs "Die Jagd" folgen mit jeweils fünf, "Ziemlich beste Freunde" von Olivier Nakache und Eric Toledano mit drei Nominierungen.

Hanekes "Amour" ist als bester Film nominiert und muss dabei mit "Barbara" des Deutschen Christian Petzold, "Shame", "Die Jagd", "Ziemlich beste Freunde" und "Cäsar muss sterben" der Italiener Paolo und Vittorio Taviani um die Auszeichnung rittern. Überdies ist "Liebe" für das beste Drehbuch und die beste Kamera nominiert, Haneke selbst als bester Regisseur und auch Emmanuelle Riva sowie Jean-Louis Trintignant dürfen als Hauptdarsteller auf eine Trophäe hoffen. Haneke wird ebenso wie Kulturministerin Claudia Schmied und Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny nach Malta reisen.

In der Sparte beste Schauspielerin darf sich mit Margarethe Tiesel auch eine Österreicherin Hoffnungen auf den Sieg machen: Sie ist als Hauptdarstellerin in Ulrich Seidls "Paradies: Liebe" nominiert und wird ebenfalls für die Gala nach Malta fliegen. Und als weiterer österreichischer Vertreter macht sich Albert Sackl Hoffnungen auf eine Auszeichnung. Mit seinem 23-minütigen Experimentalfilm "Im Freien", bei dem der Steirer drei Monate Filmaufnahmen eingedampft hat, um das Verhältnis von Zeit und Raum, Körper und Welt auszuloten, ist der Regisseur in der Kategorie bester Kurzfilm nominiert.

Verliehen werden die Europäischen Filmpreise seit 1988, wobei sie bis 1997 unter dem Titel "Felix" firmierten. Zunächst wird eine Longlist mit 40 Spielfilmen vorgeschlagen, die zwischen dem 1. Juli des vorangegangenen und dem 15. Juni des laufenden Jahres auf Festivals oder im Kino gezeigt wurden. Über die Nominierten stimmen die rund 2.500 Mitglieder der Europäischen Filmakademie ab. Die Shortlist der Nominierungen wird dann traditionell beim Filmfestival von Sevilla bekannt gegeben. Im Anschluss stimmen die Filmakademiemitglieder in einem zweiten Wahlgang über die verbliebenen Werke ab.

Die Preisverleihung im Dezember findet an wechselnden Standorten statt, wobei Berlin als Sitz der Filmakademie bereits elfmal die Gala ausrichtete. Erstmals schlägt der europäische Filmtross in Malta seine Zelte auf.

>>> Die Übersicht über die Nominierten

(APA)

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